Willkommen auf dem CoCo-Foodblog!

Was ist der CoCo-Foodblog?

Auf dem CoCo Foodblog findest du die Rezepte und Geschichten aus dem Projekt. Hier zeigen wir, was beim Kochevent entstanden ist – mit Fotos, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und persönlichen Zitaten. So kannst du die Gerichte zu Hause nachkochen und mehr über die Menschen hinter dem Essen erfahren. Der Blog gibt Einblicke in unterschiedliche Kulturen und zeigt, was Menschen in Kiel miteinander teilen.

 

W-Zetka: Ein polnischer Kuchen mit Geschichte

Ein Beitrag von Paty

Eine würdige, kakaobraune Biskuitdame mit süßer Creme, einer Schicht Marmelade, glänzender Schokoladenglasur und einer Sahnerosette obendrauf – das ist die W-Zetka (Wuzetka), einer der bekanntesten Kuchen der Volksrepublik Polen. Sie kam Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre in Warschaus Konditoreien auf den Tisch. Ihr Name verweist wahrscheinlich auf die Ost-West-Trasse (Trasa Wschód-Zachód, Trasa W-Z), eine der ersten großen Straßen, die nach dem Krieg gebaut wurde. Die neue Straße symbolisierte das Wiedererwachen der Stadt – und die W-Zetka wurde das süße Zeichen dieses Neuanfangs

Im Video-Podcast ‚CoCo – Cooking Connects‘ berichten Paty und Ann-Christin von  Rezepten, typischen Festen und den Essensgewohnheiten ihrer Heimat. 

Hör doch mal rein! 

Der Kartoffelsalat meiner Oma. Eine Familiengeschichte. 

Ein Beitrag von Ann-Christin

Seit ich mich erinnern kann, war meine Oma die Köchin im Haus. Ich komme aus einem Haushalt, in dem die Familienmitglieder alle selbstständig gearbeitet haben: Mein Vater und mein Großvater gingen morgens immer in die Gärtnerei, die an unser Haus angrenzt, meine Mutter arbeitete im Blumenladen nebenan, in dem auch meine Oma oft aushalf. 

Hauptsächlich verbinde ich sie aber mit ihrer Küche. Vor meinem inneren Auge sehe ich den ockergelben Fliesenboden, die weißen Schränke und die Herdplatte, die auch schon bessere Tage gesehen hat…

Im Video-Podcast ‚CoCo – Cooking Connects‘ berichten Paty und Ann-Christin von  Rezepten, typischen Festen und den Essensgewohnheiten ihrer Heimat. 

Hör doch mal rein! 

Das erste CoCo-Kochevent

Typisches Party-Essen aus Deutschland und Polen

Am 15.08.2025 fand unser erstes Kochevent von unserem neuen Event CoCo – Cooking Connects statt. Zusammen backten wir die polnische Schoko-Sahne-Torte Wuzetka und den deutschen Klassiker: Kartoffelsalat. 


Im Video-Podcast berichten Paty und Ann-Christin von den Geschichten hinter den Rezepten, typischen Festen und den Essensgewohnheiten ihrer Heimat. 

Hör doch mal rein! 

Das CoCo-Kochbuch

Hier entsteht das CoCoKo – Das „Cooking Connects-Kochbuch“. 

Hier findest du die Rezepte der aktuellen Video-Podcastfolge, damit du sie nachkochen kannst! 

Chrissos Kürbissuppe

 (Rezept für 4 Portionen, Kochzeit ca. 35 min.)

 Dieses Gericht ist  vegan

 Zutaten:

  • 1,2 kg Hokkaido Kürbis

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 getrocknete Chilischote
  • Currygewürz
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Margarine oder vegane Butter
  • 100ml Orangensaft
  • 800ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)

 

  Zubereitung

 Zubereitung
 1.) Den Kürbis längs aufschneiden, die Kerne herauslösen und das Fruchtfleisch grob würfeln. 

 2.) Ingwer, Chilischote sowie Zwiebel fein hacken.

 3.) In einem großen Topf die Butter schmelzen und Kürbiswürfel, Zwiebel und Ingwer etwa 5 Minuten anschwitzen.


 4.) Anschließend Gemüsebrühe, Kokosmilch, Chilischote und Orangensaft hinzufügen, alles zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze rund 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

 5.) Danach die Suppe glatt pürieren.
 Zum Schluss die Kürbissuppe mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.

 Tipp: Je länger die Chilischote mitkocht, desto schärfer wird die Suppe. 

 Guten Appetit! 

Kartoffelsalat (nach Omas Rezept)

  Für den Salat

  • 1,5 kg festkochende Kartoffeln

  • 1 Glas Cornichons (Mini-Gewürzgurken)

  • 250 g vegetarische oder vegane Pellwurst

  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

  Für die Mayonnaise (ca. 250 ml)

  • 2 Eigelb

  • 1 TL Senf (mittelscharf)

  • 200 ml neutrales Öl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)

  • 1 EL Weißweinessig oder Zitronensaft

  • 1/2 TL Salz

  • 1 Prise Zucker

  Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen: Kartoffeln in der Schale in reichlich Salzwasser gar kochen (ca. 20 Minuten, je nach Größe). Abgießen, ausdampfen lassen, pellen und mehrere Stunden abkühlen lassen.

  2. Weitere Zutaten vorbereiten: Gewürzgurken und Zwiebel fein würfeln. Fleischwurst in kleine Würfel schneiden. Erbsen kurz blanchieren.

  3. Mayonnaise herstellen:
    Eigelb mit Senf, Salz und Zucker verrühren. Öl tropfenweise, dann in dünnem Strahl unter ständigem Mixen einarbeiten. Mit Essig oder Zitronensaft abschmecken.

  4. Kartoffeln schneiden: Abgekühlte Kartoffeln in Scheiben oder Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.

  5. Salat mischen: Kartoffeln mit Gurken, Veggie-Pellwurst  vermengen. Die selbstgemachte Mayonnaise vorsichtig unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Kühlen: Den Kartoffelsalat mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, am besten über Nacht.

        Im Kühlschrank gut abgedeckt hält sich der Kartoffelsalat 2–3 Tage. 

  Wuzetka

 (Schokoladen-Sahne-Kuchen)

  Zubereitungszeit: ca. 3   Stunden
  Backzeit: ca. 30 Minuten
  Kühlzeit: mindestens 6   Stunden
  Portionen: Backform 24 × 35 cm – ca. 2500 g Kuchen

 

  Zutaten:

  Schokoladenbiskuit

  • 6 große Eier (insgesamt ca. 390 g)

  • 200 g feiner Zucker (ca. 4/5 Tasse)

  • 130 g Weizenmehl (Type 405, ca. 4/5 Tasse)

  • 70 g Kakaopulver (ca. 4 gehäufte EL)

  • 50 ml kaltes Wasser (ca. 1/5 Tasse)

  Tränke

  • 250 ml schwarzer Tee (1 Tasse)

  • 3 EL  Ananassaft

  Schlagsahne

  • 1000 ml Schlagsahne 36 % (2 Packungen à 500 ml)

  • 80 g Puderzucker (ca. 1/2 Tasse)

  • 2 Päckchen Sahnesteif 

  Glasur

  • 150 g Zartbitterschokolade (mind. 60 %)

  • 150 g Schlagsahne 30 % (ca. 1/2 Tasse)

  Weitere Zutaten

  • 250 g Schwarze-Johannisbeer-Marmelade (fast ein Glas)

 

  Zubereitung

  1. Biskuit vorbereiten: Mehl mit Kakao mischen oder sieben.

  2. Eiweiß schlagen: Eiweiß vom Eigelb trennen, eine Prise Salz hinzufügen und steif schlagen.

  3. Zucker einarbeiten: Zucker esslöffelweise zugeben und weiterschlagen, bis eine dichte, glänzende Masse entsteht.

  4. Eigelbe unterrühren: Eigelbe nacheinander hinzufügen. Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

  5. Wasser unterheben: 50 ml Wasser dazugeben und vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.

  6. Mehl-Kakao-Mischung einarbeiten: Trockenmischung vorsichtig unterheben, bis der Teig gleichmäßig ist.

  7. Backen: Teig in die vorbereitete Form (24 × 35 cm, Boden mit Backpapier ausgelegt) füllen und 30 Minuten backen (Stäbchenprobe).

  8. Tränke zubereiten: Tee aufbrühen, abkühlen lassen und mit Ananassaft mischen.

  9. Biskuit abkühlen lassen: Nach dem Backen aus der Form lösen und auf ein Brett stürzen. Papier abziehen.

  10. In zwei Böden schneiden: Den Biskuit quer halbieren, den unteren Boden zurück in die Form legen.

  11. Tränken und Marmelade auftragen: Unteren Boden mit der Hälfte der Tränke beträufeln, Johannisbeermarmelade darauf verteilen.

  12. Sahne vorbereiten: Gut gekühlte Sahne mit Puderzucker aufschlagen, gegen Ende Sahnesteif  unterrühren.

  13. Creme auftragen: 3/4 der Sahne auf die Marmeladenschicht streichen. Restliche Sahne in einen Spritzbeutel geben und kaltstellen.

  14. Zweiten Boden auflegen: Oberen Biskuitboden auf die Sahneschicht legen und mit der restlichen Tränke beträufeln.

  15. Glasur herstellen: Schlagsahne erhitzen, Schokolade darin schmelzen und zu einer glatten Masse verrühren.

  16. Glasur auftragen: Noch warm auf den Kuchen gießen, glattstreichen und kaltstellen, bis die Glasur fest wird.

  17. Verzieren: Mit der zurückbehaltenen Schlagsahne Tupfer aufspritzen und Stücke markieren.

  18. Kühlen: Den Kuchen mindestens 5 Stunden (besser über Nacht) im Kühlschrank durchziehen lassen.

  19. Probieren und genießen!

W-Zetka: Ein polnischer Kuchen mit Geschichte

Ein Beitrag von Paty

Eine würdige, kakaobraune Biskuitdame mit süßer Creme, einer Schicht Marmelade, glänzender Schokoladenglasur und einer Sahnerosette obendrauf – das ist die W-Zetka (Wuzetka), einer der bekanntesten Kuchen der Volksrepublik Polen. Sie kam Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre in Warschaus Konditoreien auf den Tisch. Ihr Name verweist wahrscheinlich auf die Ost-West-Trasse (Trasa Wschód-Zachód, Trasa W-Z), eine der ersten großen Straßen, die nach dem Krieg gebaut wurde. Die neue Straße symbolisierte das Wiedererwachen der Stadt – und die W-Zetka wurde das süße Zeichen dieses Neuanfangs.

Schon bald war die W-Zetka nicht nur in Warschau beliebt, sondern im ganzen Land – auf Partys, Familienfeiern und alltäglichen polnischen Tischen. Rezepte erschienen in Zeitungen, und viele Hausfrauen backten den Kuchen selbst. Schnell verbreitete sich das Rezept auch mündlich. „Als ich jung war, kam eine Frau vom Landfrauenverein in unser Dorf. Zusammen mit anderen Frauen lernten wir neue Rezepte – darunter die Wuzetka“, erzählt meine Großmutter.

Die Nachkriegszeit und die 1980er Jahre waren oft Zeiten der Knappheit. Lebensmittelkarten bestimmten den Einkauf von Fleisch, Butter, Milch, Mehl oder Zucker. Auch Waschmittel, Kleidung oder Benzin waren streng geregelt. Oft blieben die Regale trotz Coupons leer, und wenn es etwas gab, musste man stundenlang anstehen. Die Versorgung war schlecht, manchmal dramatisch; Verkäufer hoben die ‚bessere‘ Ware für ihre Bekannten auf, und Tauschhandel unter Freunden war Alltag, um die benötigten Waren zu bekommen.

„Früher, wenn es überhaupt Kuchen im Laden gab, war die Auswahl meist klein: Käsekuchen, Apfelkuchen und W-Zetka. Unter allen sah die Wuzetka am schönsten aus und wurde wie eine Delikatesse behandelt. Besonders als Lebensmittel rationiert waren und Schokolade kaum zu bekommen war, wurde die Wuzetka zum Schokoladenersatz. Gute Sahne war teuer, deshalb war die W-Zetka ein Symbol für Exklusivität“, erinnert sich die Mutter meiner Freundin.

Der Kuchen wurde sehr beliebt und gehörte zu fast jeder Familienfeier. Er stand in der Mitte des Tisches, neben Käsekuchen, zwischen Galareta (Fleisch in erstarrter Brühe), Gołąbki (mit Fleisch und Reis gefüllte Kohlrouladen) und Bigos (lange geschmorter Krauttopf mit Fleisch) sowie Heringen in Essig. Sie krönte jedes Fest als „etwas Süßes zum Schluss“ – besonders, wenn es dazu Kaffee gab, der ebenfalls zeitweise schwer zu bekommen war.

Neben Aussehen und Geschmack hat die W-Zetka einen weiteren Vorteil: Sie ist einfach zuzubereiten, benötigt aber Zeit zum Durchkühlen.„Ich backe die Wuzetka sehr gern. Mit einem guten Rezept gelingt sie immer, schmeckt super und macht Eindruck auf dem Tisch! Ich serviere sie zu allen Anlässen, besonders zu Namenstagen, und meine Gäste lieben sie“, sagt meine Freundin.

Auch wenn sich Polen seit diesen Zeiten sehr verändert hat, eines bleibt unverändert – die Sentimentalität gegenüber einem Kuchen, der zum Symbol häuslicher Wärme, familiärer Begegnungen und der süßen Alltagsmomente einer vergangenen Epoche wurde. Die W-Zetka verbindet noch immer die Generationen – so wie sie einst ganze Familien am Tisch zusammenbrachte.

Der Kartoffelsalat meiner Oma. Eine Familiengeschichte.

– von Ann-Christin 

Seit ich mich erinnern kann, war meine Oma die Köchin im Haus. Ich komme aus einem Haushalt, in dem die Familienmitglieder alle selbstständig gearbeitet haben: Mein Vater und mein Großvater gingen morgens immer in die Gärtnerei, die an unser Haus angrenzt, meine Mutter arbeitete im Blumenladen nebenan, in dem auch meine Oma oft aushalf. 

Hauptsächlich verbinde ich sie aber mit ihrer Küche. Vor meinem inneren Auge sehe ich den ockergelben Fliesenboden, die weißen Schränke und die Herdplatte, die auch schon bessere Tage gesehen hat. Meine Oma selbst trägt beim Kochen immer ihre blau-gemusterte Schürze, die ihr ihre Tante vor vielen Jahren genäht hat, als sie selbst noch jung war. 

Meine Oma war eine fleißige Köchin und Bäckerin. Ich weiß gar nicht, ob sie das wirklich gern gemacht oder nur aus Pflichtgefühl so viel in der Küche stand.
Jeden Tag buk sie einen Kuchen, mal Zitronen-, mal mit Schokoguss. Der wurde dann nachmittags von den Gärtnern zum Kaffee und Kuchen gegessen. Manchmal hatte der Kuchen auch bunte Schokolinsen auf dem Guss, die meine Schwester gerne als Erstes abpulte und aß. 

Auch Mittags kochte meine Oma für uns alle. Wenn ich nach der Schule nach Hause kam, roch der ganze Raum nach deftigen Essen: Gulasch, Geschnetzeltes, viel braune Soße – und natürlich Kartoffeln. 

Kartoffeln gab es wirklich zu jedem Mittagessen dazu. Manchmal, wenn es schnell gehen musste, gab es auch einfach nur Kartoffeln mit Butter. Ich habe das Gefühl, dass es deutscher eigentlich nicht geht :-D 

Aber mein Highlight war, wenn meine Oma Bratwürstchen gegrillt hat. Auf der Terrasse stand immer ein kleiner Elektro-Grill, worauf sie die Bratwürste aufreihte und garte. Dazu gab es immer eins: Kartoffelsalat.

Um den Kartoffelsalat meiner Oma vorzubereiten, wurde die ganze Familie mit eingespannt und hat geholfen. Manchmal hatten wir eigene Kartoffeln aus der Gärtnerei, die erst geerntet werden mussten. Meistens musste ich aber die Kartoffeln aus dem Keller holen, wo sie meine Oma in einer pinken Wanne aufbewahrte. Die wurden dann erst einmal am Vortag gekocht. Einen Tag später bekam mein Opa die Aufgabe, die schon gegarten Kartoffeln zu pellen. Ich sehe ihn noch heute vor mir, wie er mit dem alten kleinen Küchenmesser mit Holzgriff und einem Handtuch auf den Knien vor dem Fernseher saß und die kleinen runden Kartoffeln von ihrer Schale befreite. 

In der Zeit bereitete meine Oma die Mayonnaise vor. Dafür nahm sie den Pürierstab und pürierte ein Ei, ich durfte nebenbei gaaaanz vorsichtig das Öl reintröpfeln lassen, sodass es irgendwann zu einer weiß-gelben Masse wurde. Die wurde dann mit Senf, Salz, Pfeffer und etwas Wasser aus einem Gurkenglas abgeschmeckt. 

Die Kartoffeln und die Gurken wurden in Scheiben geschnitten, außerdem wurde noch orangene Pellwurst in Würfel geschnitten und hinzugegeben. Mehr Zutaten gab es dann gar nicht. Kartoffeln, Gurken und Wurst wurden vermengt, darüber wurde dann die Mayonnaise gegeben. 

Der Kartoffelsalat wurde dann – zusammen mit einer fertig gegrillten Bratwurst, auf den Mittagstisch gestellt. Ich habe sie dann immer gerne mit Ketchup gegessen (mein Geheimtipp: Am besten schmeckt es mit Curry-Gewürzketchup! :-D) 

Als ich älter wurde und ausgezogen bin, habe ich den Kartoffelsalat nicht mehr so oft gegessen. Besonders die Herstellung der Mayonnaise finde ich herausfordernd! Trotzdem mache ich ihn noch manchmal, wenn ich auf einer Party eingeladen bin. Und trotzdem bekomme ich ihn einfach nicht so perfekt hin, wie meine Oma! Aber wer kommt schon an die Kochkünste seiner Oma heran? 

Das erste CoCo-Kochevent

Typisches Party-Essen aus Deutschland und Polen

Am 15.08.2025 fand unser erstes Kochevent von unserem neuen Event CoCo – Cooking Connects statt. Zusammen backten wir die polnische Schoko-Sahne-Torte Wuzetka und den deutschen Klassiker: der Kartoffelsalat.  🌍✨

Trotz des sonnigen Wetters haben neun Teilnehmende aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt den Weg zu uns gefunden. Viele sind über unsere Einladung auf Instagram aufmerksam geworden, und eine Person hat sich sogar so wohlgefühlt, dass sie nach dem Tandem-Workshop einfach geblieben ist. Das hat uns besonders gefreut! 🫶🏻

Zu Beginn haben wir uns und unser Projekt vorgestellt, sodass alle einen Eindruck davon bekommen konnten, worum es uns geht: Menschen zusammenzubringen, Kulturen zu verbinden und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Danach ging es direkt ans Eingemachte – oder besser gesagt ans Schneiden, Rühren und Backen.

Für die Zubereitung haben wir zwei Kleingruppen gebildet:
🥔 Kartoffelsalat-Team: Gemeinsam mit einer Gruppe durfte Ann-Christin einen klassischen Kartoffelsalat nach Rezept ihrer Oma zubereiten.
🍫 Wuzetka-Team: Parallel dazu hat Paty mit den anderen Teilnehmenden die polnische Spezialität Wuzetka, eine Schokoladen-Sahnetorte, gezaubert.

Alle waren mit ihren Aufgaben beschäftigt: Kartoffeln schälen, Gürkchen schnippeln, Sahne schlagen, Eigelb und Eiweiß trennen… und zwischen den Arbeitsschritten konnten die Teilnehmenden auch die Gruppen wechseln. So gab es viele Gelegenheiten, sich gegenseitig kennenzulernen und unterschiedliche Aufgaben auszuprobieren.

Nachdem alles fertig war, kam der schönste Teil des Abends: Wir haben uns an den großen Tisch gesetzt, das Gekochte und Gebackene gemeinsam probiert und uns über typische Party-Gerichte aus unseren Heimatländern ausgetauscht. Dieser Moment hat noch einmal deutlich gemacht, wie Essen als verbindendes Element wirken kann.

Es war spannend zu hören, welche Gerichte für andere Menschen selbstverständlich auf einer Feier dazugehören – von traditionellen Snacks bis hin zu regionalen Klassikern. Dabei wurde viel gelacht, verglichen und gestaunt.

Unser erstes Event war mehr als nur ein gemeinsames Kochen. Es war ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft. Wir haben nicht nur leckere Speisen auf den Tisch gebracht, sondern auch viele neue Kontakte geknüpft und einen Raum geschaffen, in dem sich Menschen aus verschiedenen Kulturen begegnen konnten.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Veranstaltungen – und sind gespannt, welche Rezepte, Geschichten und Begegnungen uns dann erwarten werden. 🥰🫶🏻

Ann-Christin

  • Rolle im Projekt:
    Projektkoordinatorin im Projekt „CoCo – Cooking Connects“
  • Was motiviert dich, bei uns mitzuarbeiten?

    Mir macht besonders die Arbeit mit Menschen Spaß. Die Idee eines Begegnungsprojekts, bei dem Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinandertreffen finde ich besonders wichtig, um Vorurteile abzubauen und dazu beizutragen, gemeinsam eine offene, bunte Gesellschaft zu gestalten, in der sich jede Person willkommen fühlt. Insbesondere im momentanen gesellschaftspolitischen Klima ist es mir wichtig, mich für ein diverses und friedliches Miteinander einzusetzen.

  • Was bedeutet dir interkultureller Austausch?

    Interkultureller Austausch bedeutet für mich, sich zu trauen, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, offen auf Menschen und ihre Lebenswelten zuzugehen und neue Perspektiven einzunehmen.

  • Ein Fun Fact über dich:
    Meine kleine Mopshündin Lilly wird euch evtl. auch im Büro oder bei gemeinsamen Projekten über den Weg laufen. 

Frage an Ann-Christin per E-Mail →