Willkommen auf dem CoCo-Foodblog!

Was ist der CoCo-Foodblog?

Auf dem CoCo Foodblog findest du die Rezepte und Geschichten aus dem Projekt. Hier zeigen wir, was beim Kochevent entstanden ist – mit Fotos, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und persönlichen Zitaten. So kannst du die Gerichte zu Hause nachkochen und mehr über die Menschen hinter dem Essen erfahren. Der Blog gibt Einblicke in unterschiedliche Kulturen und zeigt, was Menschen in Kiel miteinander teilen.

 

Der Geschmack der Kindheit

Ein Beitrag von Lou

 

Wir haben bereits über die möglichen Ursprünge der Maultaschen gesprochen. Wenn ich an die Gewürze und Aromen meiner Kindheit denke, vermischen sie sich zu einer Vielzahl von Eindrücken. Als kleines Kind bis hin zu meiner frühen Jugend liebte ich es, im Garten meiner Großmutter zu spielen und dort Zeit zu verbringen. Er bestand aus Beeten mit Gemüse und Obst.

Es gab Himbeer-, Brombeer- und Johannisbeersträucher.Der Frühling sah so aus, als würde man durch die Wiesen laufen und all die verschiedenen Wildblumen entdecken, die in allen Farben blühten. Es roch nach den süßen, pastellfarbenen Fliederbüschen, unter denen man liegen und zusehen konnte, wie sich die Zweige im Wind bewegten. Der Sommer schmeckte nach frischen Erdbeeren und Brombeeren, die zwischendurch eine schöne Leckerei waren. Ich beobachtete all die Käfer und kleinen Tierchen, die im Erdreich lebten und herumhuschten. Jeder Herbst bot eine Auswahl an selbstgemachtem Pflaumen- und Johannisbeersaft, den wir von den Bäumen und Sträuchern pflückten; aus Zwiebeln und Kartoffeln wurden gelegentlich Kuchen gebacken.

Der Winter war voller Schneeballschlachten und Schneefiguren überall im Garten, während wir den Schneeflocken hinterherjagten.

Es war wie ein ganzes Leben voller einfacher Freuden und Vergnügungen.

Hör doch mal rein! 

Kochen um die Welt - ein Reisebericht

Ein Beitrag von Nuria

Für jemanden, der es liebt zu reisen und neue Abenteuer zu verfolgen, ist das Kochen und Probieren von Gerichten, die ich mit einem bestimmten Land verbinde, zu meiner Art geworden, Erinnerungen zu bewahren – lange nachdem der Koffer ausgepackt ist. In nur 19 Jahren hatte ich das Glück, viele Teile der Welt zu bereisen und eine große Vielfalt an Küchen kennenzulernen. In diesem Artikel möchte ich einige der Orte teilen, die mich am meisten geprägt haben – und die Geschmäcker, Menschen und Momente, die ich mit ihnen verbinde.

In der Video-Podcast- Folge „A taste of home abroad“ sprechen Nuria und Apollinariia darüber, was Heimat bedeutet, was diese Bedeutung mit Essen zu tun hat und ob es spezielle Rituale in der Zubereitung gibt, um ein Heimatgefühl zu schaffen?

Hör doch mal rein! 

Borscht schmeckt immer nach Zuhause

Ein Beitrag von Apollinariia

Borschtsch in der Ukraine hat eine magische Eigenschaft: Egal, wohin man geht – in jedem Zuhause wird man mit „echtem, hausgemachtem“ Borschtsch bewirtet, aber jedes Mal wird er völlig anders zubereitet. Manche können ihn sich nicht ohne Knochen und ein Stück Fleisch vorstellen, andere kochen ihn fast wie einen Gemüseeintopf, und wieder andere streiten darüber, ob Bohnen hineingehören.

Ich bin eine ukrainische Studentin, die seit anderthalb Jahren in Kiel lebt, und meine Art, Borschtsch zu kochen, ist für mich eine Möglichkeit, ein Stück Heimat in einem großen Topf in einer fremden Küche zu sammeln. Im CoCo Kochbuch teile ich unser Familienrezept für einen mageren Borschtsch mit weißen Bohnen und Sauerkraut, der mich beim Mittagessen mit seinem Geschmack zurück nach Hause bringt. 

In der Video-Podcast- Folge „A taste of home abroad“ sprechen Nuria und Apollinariia darüber, was Heimat bedeutet, was diese Bedeutung mit Essen zu tun hat und ob es spezielle Rituale in der Zubereitung gibt, um ein Heimatgefühl zu schaffen?

Hör doch mal rein! 

Kochevent #3: In der Winterbäckerei mit kulturgrenzenlos e.V.

Im Dezember haben wir es uns richtig gemütlich gemacht und gemeinsam unser jährliches Winterfest gefeiert. Dieses Jahr mit einem ganz besonderen Highlight: einer Winter-Backaktion von CoCo – Cooking Connects. Wenn man an den Winter denkt, tauchen sofort viele Kindheitserinnerungen auf – der Duft von frisch gebackenen Keksen, warme Getränke, Lichter und Zeit füreinander. Genau dieses Gefühl war auch das Oberthema unserer passenden CoCo-Videopodcast-Folge, die kurz vor Weihnachten erschienen ist…

 

In der Video-Podcast- Folge „In der Winterbäckerei“ sprechen Meryem und Pauline über Wintergefühle, Erinnerungen aus der eigenen Kindheit und darüber, wie sie diese besondere Zeit heute mit ihren eigenen Kindern erleben.

Hör doch mal rein! 

Kochevent #2: Comfort Food, Lachen und internationale Köstlichkeiten

Ein Beitrag von Chrisso

Am 21.11.2025 war es endlich wieder soweit: Der 2. CoCo-Kochabend! Und ich kann ehrlich sagen, dass es ein wunderschöner Abend war!
Für mich war es ein besonderer Moment, mein Comfort Food mit allen zu teilen: meine Kürbissuppe. Schon als Kind war sie für mich das perfekte „Warm-ums-Herz-Essen“, und bis heute koche ich sie genau so. Mit einer kleinen extra Portion Chili, damit es schön warm und ein bisschen feurig wird…

 

Im Video-Podcast „CoCo-Cooking Connects“ spricht Chrisso mit Sarah über sein liebstes Comfort Food und teilt die Geschichte über seine Kürbissuppe. 

Hör doch mal rein! 

Eine lustige Geschichte über Macarona Béchamel

Ein Beitrag von Sarah

Als wir Kinder waren, schlichen meine Geschwister und ich oft in die Küche und tauchten Nudelstücke in die Béchamelsauce, wenn meine Mutter gerade nicht hinsah. Irgendwann merkte sie (beim Zusammensetzen des Gerichts), dass die Sauce immer weniger war, als sie eigentlich zubereitet hatte…

Wenn du mehr Geschichten über Sarah und ihr Lieblingsgericht erfahren möchtest, kannst du dir die neue Folge „CoCo – Cooking Connects“ ansehen. Chrisso und Sarah sprechen dort über ihr Lieblings-Comfort-Food. Hör doch mal rein!

Hör doch mal rein! 

W-Zetka: Ein polnischer Kuchen mit Geschichte

Ein Beitrag von Paty

Eine würdige, kakaobraune Biskuitdame mit süßer Creme, einer Schicht Marmelade, glänzender Schokoladenglasur und einer Sahnerosette obendrauf – das ist die W-Zetka (Wuzetka), einer der bekanntesten Kuchen der Volksrepublik Polen. Sie kam Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre in Warschaus Konditoreien auf den Tisch. Ihr Name verweist wahrscheinlich auf die Ost-West-Trasse (Trasa Wschód-Zachód, Trasa W-Z), eine der ersten großen Straßen, die nach dem Krieg gebaut wurde. Die neue Straße symbolisierte das Wiedererwachen der Stadt – und die W-Zetka wurde das süße Zeichen dieses Neuanfangs

Im Video-Podcast ‚CoCo – Cooking Connects‘ berichten Paty und Ann-Christin von  Rezepten, typischen Festen und den Essensgewohnheiten ihrer Heimat. 

Hör doch mal rein! 

Der Kartoffelsalat meiner Oma. Eine Familiengeschichte. 

Ein Beitrag von Ann-Christin

Seit ich mich erinnern kann, war meine Oma die Köchin im Haus. Ich komme aus einem Haushalt, in dem die Familienmitglieder alle selbstständig gearbeitet haben: Mein Vater und mein Großvater gingen morgens immer in die Gärtnerei, die an unser Haus angrenzt, meine Mutter arbeitete im Blumenladen nebenan, in dem auch meine Oma oft aushalf. 

Hauptsächlich verbinde ich sie aber mit ihrer Küche. Vor meinem inneren Auge sehe ich den ockergelben Fliesenboden, die weißen Schränke und die Herdplatte, die auch schon bessere Tage gesehen hat…

Im Video-Podcast ‚CoCo – Cooking Connects‘ berichten Paty und Ann-Christin von  Rezepten, typischen Festen und den Essensgewohnheiten ihrer Heimat. 

Hör doch mal rein! 

Das erste CoCo-Kochevent

Typisches Party-Essen aus Deutschland und Polen

Am 15.08.2025 fand unser erstes Kochevent von unserem neuen Event CoCo – Cooking Connects statt. Zusammen backten wir die polnische Schoko-Sahne-Torte Wuzetka und den deutschen Klassiker: Kartoffelsalat. 


Im Video-Podcast berichten Paty und Ann-Christin von den Geschichten hinter den Rezepten, typischen Festen und den Essensgewohnheiten ihrer Heimat. 

Hör doch mal rein! 

Das CoCo-Kochbuch

Hier entsteht das CoCoKo – Das „Cooking Connects-Kochbuch“. 

Hier findest du die Rezepte der aktuellen Video-Podcastfolge, damit du sie nachkochen kannst! 

Sofias Eliotes – Zypriotische Olivenrollen

Zutaten für 6-7 große Teigrollen

Für den Teig:

  • 5 Tassen / ca. 700 g Weizenmehl Type 550 
  • 2 Teelöffel Backpulver 
  • Halbe Tasse Olivenöl 
  • 1⅓–1½ Tassen Orangensaft (vorzugsweise frischer – 4 Orangen)

Für die Füllung:

  • 2½–3 Tassen / ca. 400 g entsteinte schwarze Kalamata-Oliven 
  • 2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt 
  • 2-3 Esslöffel frische Minze 
  • 1 Esslöffel getrocknete Minze
  • 2-3 Esslöffel Olivenöl

Zubereitung

  1. Mehl und Backpulver vermischen. Das Öl hinzufügen. Das Mehl mit dem Olivenöl mit den Händen bzw. Fingern verreiben bis das Öl aufgenommen wird und keine Knoten spürbar sind.
  2. Mit so viel Orangensaft verkneten, bis ein weicher Teig entsteht.
  3. Die Oliven in halbieren, mit der Minze, den Frühlingszwiebeln und dem Olivenöl vermischen.
  4. Den Teig in 6-7 Bälle aufteilen. Jeden Ball auf einen halben Zentimeter Teigdicke in beliebiger Größe ausrollen. 
  5. Die Olivenfüllung mit einem Löffel darauf verteilen, dabei die Ecken aussparen. 
  6. Den Teig so zusammenrollen, dass jede Teigschicht gefüllt ist. Die Enden ohne Füllung abschneiden und die Enden der Teigrolle mit einer Gabel einstanzen. 
  7. Danach auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Umluft etwa 35 Minuten backen. Fertig sind sie, wenn sie goldbraun geworden sind.

Baraas sudanesische Asida & Mulah

Zutaten & Zubereitung

Sauerteig für Asida (2–3 Tage vorher vorbereiten)

  • 2 kg Sorghummehl (Hirsemehl)
  • 2 Liter Wasser

Zubereitung

  1. Mehl und Wasser zu einer glatten, dickflüssigen Masse verrühren.
  2. Abdecken und 2–3 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen.
  3. Der Teig beginnt leicht zu fermentieren und entwickelt einen mild säuerlichen Geruch.
  4. Nach Möglichkeit einmal täglich umrühren.

Asida (1 Portion)

  • 1 Tasse fermentierter Sauerteig
  • 1½–2 Tassen Wasser
  • 1 Prise Salz (optional)

Zubereitung

  1. Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen.
  2. Den Sauerteig mit etwas Wasser glatt rühren.
  3. Unter ständigem Rühren langsam in das kochende Wasser gießen.
  4. Weiterrühren, bis eine dicke, schwere Teigmasse entsteht.
  5. Bei niedriger Hitze 10–15 Minuten kochen und dabei kräftig rühren, bis die Masse glatt und elastisch wird.
  6. Die heiße Asida sofort in kleine Schüsseln oder Förmchen füllen.
  7. Zu einer Kuppelform drücken.
  8. Etwa 30 Minuten ruhen und abkühlen lassen.
  9. Nach dem Abkühlen wird die Asida fest und behält ihre Form.

 

Grundbasis für beide Mulah-Varianten

  • 1 EL Öl (Erdnuss- oder Sesamöl)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1–2 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • Salz

Zubereitung

  1. Öl erhitzen.
  2. Zwiebeln glasig bis leicht goldbraun anbraten.
  3. Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten.

 

Mulah Naimia (1 Portion)

  • Grundbasis (siehe oben)
  • 1 kleine Tomate, gehackt oder püriert
  • 1–2 EL Erdnussbutter
  • 2–3 EL Joghurt
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • Chili nach Geschmack (optional)
  • ½ Tasse Wasser
  • 1 EL getrocknete Okra (Weika)

Zubereitung

  1. Zur Grundbasis die Tomate geben und weich kochen.
  2. Erdnussbutter einrühren, bis sie vollständig in der Sauce geschmolzen ist.
  3. Hitze reduzieren und den Joghurt langsam einrühren.
    • Danach nicht mehr stark kochen lassen.
  4. Getrocknete Okra (Weika) hinzufügen und verrühren.
  5. Köcheln lassen, bis die Sauce dick, reichhaltig und leicht ölig wird.
  6. Für eine feinere Konsistenz mit einem Mixer pürieren.

 

Mulah Abyad (Weiße Mulah, 1 Portion)

  • Grundbasis (siehe oben)
  • ½–1 Tasse Wasser
  • Salz
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • Optional: 1 kleiner Löffel Ghee (Samna) oder Fleischfett

Zubereitung

  1. Wasser zur Grundbasis geben.
  2. Sanft köcheln lassen, bis eine leichte Brühe entsteht.
  3. Keine Tomaten, Erdnussbutter oder Joghurt hinzufügen.

Mild und klar abschmecken.

 

Fertigstellung

Zutaten

  • Geschmolzenes Ghee (Samna)

Zubereitung

  • Kurz vor dem Servieren etwas heißes, geschmolzenes Ghee über Mulah Naimia oder Mulah Abyad geben.

Jiwans Dum Aloo Masala mit Kachori

Dieses Gericht ist vegan, aber spicy! Zum Curry werden pro Portion ca. 2-3 Kachori gereicht. 

 (Rezept für ca. 6 Portionen,

Zubereitungszeit ca.  2 Stunden)


Zutaten

Dumaloo (Kartoffel-Curry):

  • 800 g kleine Kartoffeln
  • 2–3 Knoblauchzehen, gerieben
  • 2 grüne Chilischoten, gehackt
  • 1–2 TL Öl
  • 1/2 TL Asafötida (Hing)
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL geriebener Ingwer
  • Dumaloo Masala (oder Gewürz-Ersatz, siehe unten)
  • Wasser nach Bedarf
  • Frische Korianderblätter zum Garnieren.

Dumaloo Masala Ersatz (falls Original nicht verfügbar):

  • 1 TL Korianderpulver
  • 1 TL rotes Chilipulver
  • 1/2 TL Kurkumapulver
  • 1 TL geröstetes Kreuzkümmelpulver
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Kasuri Methi (getrocknete Bockshornkleeblätter)

Kachori (gefülltes indisches Brot):

  • 500g Weizenmehl
  • Öl oder Ghee zum Frittieren
  • Kachori Masala (Gewürz für die Füllung oder Ersatz, siehe unten)
  • Wasser für den Teig und zum Einweichen des Masalas

Ersatz – Moong Dal Füllung (falls Original-Kachori nicht verfügbar):

  • 1 TL Fenchelsamen (Saunf)
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 TL Korianderpulver
  • 1/2 TL rotes Chilipulver
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Amchur (getrocknetes Mangopulver)
  • eine Prise Hing (Asafötida)

 

Zubereitung

Dum Aloo

  1. Die kleinen Kartoffeln im Schnellkochtopf bis zum zweiten Pfeifen kochen. Etwas abkühlen lassen und bei Bedarf schälen.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen. Kreuzkümmelsamen, gehackte grüne Chilischoten, Asafötida, geriebenen Knoblauch und geriebenen Ingwer hinzufügen. Kurz anbraten, bis es duftet.
  3. Die gekochten Kartoffeln hinzufügen, dann das Dumaloo Masala. Gut umrühren, sodass die Kartoffeln gleichmäßig mit den Gewürzen bedeckt sind.
  4. Etwas Wasser hinzufügen, umrühren und leicht einkochen lassen, bis eine dicke Sauce entsteht.
  5. Vor dem Servieren mit gehackten frischen Korianderblättern garnieren.

Kachori

  1. Das Kachori Masala in etwas Wasser etwa 10 Minuten einweichen.
  2. Einen weichen Weizenteig mit Mehl und Wasser zubereiten und in kleine Kugeln teilen.
  3. Jede Teigkugel mit der eingeweichten Kachori-Füllung füllen, zu kleinen runden Broten formen und leicht zusammendrücken, damit die Füllung verschlossen ist.
  4. Öl oder Ghee in einer Pfanne erhitzen und die Kachoris goldbraun und knusprig frittieren. Überschüssiges Öl auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    Serviervorschlag: Das heiße Dumaloo Curry zusammen mit frisch frittierten Kachoris servieren – ein klassischer indischer Snack oder leichtes Gericht.

Lous schwäbische Maultaschen

Diese Maultaschen sind vegetarisch, können aber auch mit einer Füllung aus Fleisch zubereitet werden. 

 (Rezept für ca. 30 Stück, Zubereitungszeit ca.    3 Stunden)


Zutaten

Für den Teig:

  • 600 g Mehl
  • 6 Eier
  • eine Prise Muskatnuss
  • etwas Salz

Für die Füllung:

  • 150 g Semmelbrösel
  • 250 g TK-Spinat
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • ca. 200 g Gemüse (Zwiebel, Lauch, 1–2 Karotten, 50 g Brokkoli oder Blumenkohl, 50 g Erbsen und 50 g Mais)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskat und weitere Gewürze nach Wahl (z. B. Knoblauch oder Paprika)

 Zubereitung

Der Teig:

  1. Den Nudelteig herstellen: Mehl auf eine Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier und Salz (optional etwas Öl) hineingeben. Von innen nach außen langsam vermengen, bis ein Teig entsteht.
  2. Den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und nicht mehr klebrig ist.
  3. In Folie wickeln oder mit einer Schüssel abdecken und etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.

Die Füllung: 

  1. Den Spinat auftauen lassen und anschließend gut ausdrücken.
  2. Die Semmelbrösel mit 150 ml Wasser etwa 15 Minuten einweichen.
  3. Zwiebel und Lauch in einer Pfanne anbraten, bis sie weich sind.
  4. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab oder Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten.
  5. Den Teig dünn zu einem großen Rechteck ausrollen.
  6. Formen: Einen kleinen Löffel Füllung auf ein Teigquadrat (ca. 9 × 9 cm) geben, dabei etwa 0,5 cm Abstand zum Rand lassen. Die Ränder mit Ei bestreichen, ein zweites Teigquadrat darauflegen und gut andrücken. Die Ränder können zusätzlich mit einer Gabel festgedrückt werden.
  7. In leicht siedendem Salzwasser etwa 10–15 Minuten gar ziehen lassen.

Apollinariias ukrainischer Borschtsch (Борщ)

Dieser Eintopf ist vegetarisch, kann aber auch mit Fleisch zubereitet werden. 

(Rezept für ca. 6 Portionen, Zubereitungszeit ca. 30 min., Koch- und Ziehzeit min. 1 Stunde.)

 Zutaten

  • 3 Stück Rote Bete (mittelgroß)
  • 500 g Kartoffeln
  • 2–3 Stück Zwiebeln
  • 2–3 Stück Karotten
  • ½ Kopf Weißkohl oder 100-200 g Sauerkraut
  • ½ Bund Dill
  • ½ Bund Petersilie
  • 300–400 g Schmand / saure Sahne (zum Servieren)
  • 1 Dose (240–250 g Abtropfgewicht) Rote Bohnen
  • 3–4 EL Tomatenmark
  • 2–2,5 Liter Wasser
  • 1–1½ TL Salz (nach Geschmack)
  • ½ TL Pfeffer (nach Geschmack)
  • 2–3 EL Sonnenblumenöl
  • 1–2 TL Essig
  • 1–2 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Natron (optional)

 Zubereitung

  1. Wasser in einen großen Topf geben und erhitzen.
  2. Zwiebeln fein würfeln, in den Topf geben, salzen & pfeffern.
    Nach dem Aufkochen 1 EL Öl zugeben und 10–15 Min. köcheln lassen.
  3. Kartoffeln würfeln, Karotten in Streifen schneiden (oder reiben) und in den Topf geben.
  4. Rote Bete in Streifen schneiden (oder reiben) und in einer Pfanne mit 1–2 EL Öl anbraten. Aufpassen, Rote Bete färbt stark!
  5. Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Essig, Zitronensaft & Natron zur Bete geben.
    Abdecken und ca. 15–20 Min. schmoren.
  6. Bohnen und geschnittenen Kohl zur Pfanne geben, kurz mitziehen lassen (5 Min.).
  7. Alles in den Topf geben, sanft köcheln lassen.
  8. Fein gehackte Petersilie & Dill unterrühren.
  9. Herd ausschalten und ziehen lassen.
  10. Mit Schmand servieren.

Nurias vegane schweizer Älplermagronen 

Dieses Gericht wird eigentlich mit Fleisch zubereitet. Da Nuria sich selbst vegan ernährt, präsentiert sie uns eine vegane Variation mit Räuchertofu.

(Rezept für ca. 6 Portionen, Zubereitungszeit ca. 30 min.)

 Zutaten

 Für die   Älplermagronen:

  • 300 g Röhrennudeln (z. B. Makkaroni)
  • 250 ml pflanzliche Milch
  • 200 ml pflanzliche Sahne
  • 300 ml Wasser
  • 150 g veganer Streukäse
  • Salz (nach Geschmack)
  • Pfeffer (nach Geschmack)
  • Muskat

  Für den Räuchertofu:

  • 200 g Räuchertofu
  • 1 TL Sojasoße
  • Pflanzenöl zum Braten

  Für die Zwiebeln:

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pflanzenöl zum Braten
  • Salz (nach Geschmack)
  • Pfeffer (nach Geschmack)

  Zum Servieren:
   Apfelmus

 

 Zubereitung

  1. Kartoffeln schälen und klein schneiden. Räuchertofu würfeln. Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.

  2. Pflanzliche Milch, pflanzliche Sahne und Wasser in einen großen Topf geben und gut salzen. Kartoffeln hinzufügen und alles zum Kochen bringen.

  3. Kartoffeln etwa 8 Minuten kochen lassen, dann die Makkaroni dazugeben. Alles zusammen weitere 7–8 Minuten köcheln lassen, bis beides gar ist.

  4. Etwas Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und die Räuchertofu-Würfel 3–4 Minuten scharf anbraten, bis sie gebräunt sind. Sojasoße hinzufügen und knusprig braten, dann aus der Pfanne nehmen.

  5. In derselben Pfanne noch etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und kurz anbraten, bis er duftet.

  6. Sobald Kartoffeln und Nudeln gar sind, den veganen Streukäse in den Topf geben und unterrühren, bis er geschmolzen ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

  7. Die Älplermagronen mit dem knusprigen Räuchertofu sowie Zwiebeln und Knoblauch servieren. Dazu Apfelmus reichen.

Meryems kurdische salzige Kekse

Diese Kekse sind vegetarisch.

(Zubereitungszeit ca. 20 min., Backzeit 20-25 min.)

 Zutaten

  • 125 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 1 Teeglas Pflanzenöl
  • 1 getrenntes Ei (Eigelb für oben, Eiweiß in den Teig)
  • 1 Esslöffel Essig (Apfel- oder Traubenessig)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2,5 – 3 Tassen Mehl (nach und nach hinzufügen)
  • Für oben: Eigelb + Sesam/Schwarzkümmel

 Zubereitung

  1. Butter, Pflanzenöl, Eiweiß, Salz, Zucker und Essig gut vermischen.
  2. Backpulver und Mehl nach und nach hinzufügen und einen nicht klebrigen Teig kneten.
  3. Kleine Stücke vom Teig abteilen und formen.
  4. Mit Eigelb bestreichen und Sesam/Schwarzkümmel bestreuen.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 20–25 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind.

Paulines Vegane Butterplätzchen

Die Plätzchen sind vegan.

 (Zubereitungszeit: 90 min., Backzeit 8-10 min.)

 Zutaten

  • 300g Weizenmehl
  • 100g Puderzucker (+ Puderzucker – zum Zuckerguss)
  • 200g vegane Butter oder Margarine
  • gemahlene Bourbon-Vanille
  • 2 Zitronen
  • 1 Prise Salz
  • Lebensmittelfarben/Zuckerfarbe
  • verschiedene Zuckerperlen zum Dekorieren

 Zubereitung

  1. Mehl, Puderzucker, Vanille und Salz in eine große Schüssel sieben.
  2. Gewürfelte vegane Butter hinzufügen und mit Händen oder Küchenmaschine zu Teig verarbeiten. Optional Zitronenabrieb hinzufügen.
  3. Teig zu einem flachen Ball formen, fest in Folie wickeln und ca. 1 Stunde kühlen.
  4. Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen, Backbleche mit Backpapier auslegen.
  5. Arbeitsfläche und Nudelholz leicht mehlen, Teig ca. 0,6 cm dick ausrollen.
  6. Plätzchen ausstechen, auf Backbleche legen, restlichen Teig erneut ausrollen, bis alles aufgebraucht ist.
  7. 8–10 Minuten backen und abkühlen lassen.
  8. Zuckerguss vorbereiten: Puderzucker, Zitronensaft und etwas kochendes Wasser verrühren. Nach Wunsch Lebensmittelfarbe hinzufügen und die Plätzchen damit bestreichen. Anschließend mit Zuckerperlen und Streuseln dekorieren.

Chrissos Kürbissuppe

 Dieses Gericht ist  vegan.

(Rezept für 4 Portionen, Kochzeit ca. 35 min.)

 Zutaten

  • 1,2 kg Hokkaido Kürbis

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 getrocknete Chilischote
  • Currygewürz
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Margarine oder vegane Butter
  • 100ml Orangensaft
  • 800ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)

 Zubereitung

  1.   Den Kürbis längs aufschneiden, die Kerne herauslösen und das Fruchtfleisch grob würfeln. 
  2.  Ingwer, Chilischote sowie Zwiebel fein hacken.
  3.  In einem großen Topf die Butter schmelzen und Kürbiswürfel, Zwiebel und Ingwer etwa 5 Minuten anschwitzen.
  4.  Anschließend Gemüsebrühe, Kokosmilch, Chilischote und Orangensaft hinzufügen, alles zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze rund 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  5. Danach die Suppe glatt pürieren.
     Zum Schluss die Kürbissuppe mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.

 Tipp: Je länger die Chilischote mitkocht, desto schärfer wird die Suppe. 

 Guten Appetit! 

Sarahs Macarona Béchamel

Dieses Gericht ist ein  Fleischgericht, kann  aber auch   vegetarisch zubreitet werden.

(Rezept für 4 Portionen, Kochzeit ca. 60 min.)

 Zutaten

  • 500 g Penne-Nudeln
  • 500 g Rinderhackfleisch (für eine vegetarische Variante das Hackfleisch weglassen oder alternativ Champingons verwenden)
  • 1 große Zwiebel (in Würfel geschnitten)
  • ½ Tasse Tomatensoße (fertig oder frisch)
  • 1 Karotte (in Würfel geschnitten)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika, Zimt, Oregano und Muskatnuss
  • 4 EL Butter
  • 4 EL Mehl
  • 750 ml Milch (optional zusätzlich 1 Tasse Kochsahne)
  • Mozzarella (zum Überbacken)

  Zubereitung

  1. Pasta kochen
    Die Penne in gesalzenem Wasser kochen, abgießen und beiseitestellen.

  2. Hackfleischfüllung zubereiten
    Zwiebel und Karotten anbraten. Das Hackfleisch hinzufügen. Für die vegetarische Variante machst du das Gleiche mit den Champignons. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Zimt und Oregano würzen. Die Tomatensoße hinzugeben und etwa 15 Minuten köcheln lassen.

  3. Béchamelsauce zubereiten
    Butter mit etwas Öl (Oliven- oder Pflanzenöl) schmelzen → Mehl einrühren und 1 Minute unter Rühren anschwitzen → Milch und Sahne langsam unter ständigem Rühren hinzufügen → kochen, bis die Sauce eindickt → mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (optional) würzen → vom Herd nehmen.

  4. Schichten
    Einen Teil der Béchamelsauce mit der Pasta vermischen.
    In eine Auflaufform schichten: Béchamelsauce → die Hälfte der Pasta → das gekochte Hackfleisch → restliche Pasta → mit der übrigen Béchamelsauce bedecken.
    Mit Mozzarella oder einem Käse nach Wahl bestreuen.

  5. Backen
    Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C ca. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

 Guten Appetit! 

Ann-Christins Kartoffelsalat (nach Omas Rezept)

Dieser Salat ist vegetarisch, kann aber auch mit Fleischwurst hergestellt werden. 

  Für den Salat

  • 1,5 kg festkochende Kartoffeln

  • 1 Glas Cornichons (Mini-Gewürzgurken)

  • 250 g vegetarische oder vegane Pellwurst

  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

  Für die Mayonnaise (ca. 250 ml)

  • 2 Eigelb

  • 1 TL Senf (mittelscharf)

  • 200 ml neutrales Öl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)

  • 1 EL Weißweinessig oder Zitronensaft

  • 1/2 TL Salz

  • 1 Prise Zucker

  Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen: Kartoffeln in der Schale in reichlich Salzwasser gar kochen (ca. 20 Minuten, je nach Größe). Abgießen, ausdampfen lassen, pellen und mehrere Stunden abkühlen lassen.

  2. Weitere Zutaten vorbereiten: Gewürzgurken und Zwiebel fein würfeln. Fleischwurst in kleine Würfel schneiden. Erbsen kurz blanchieren.

  3. Mayonnaise herstellen:
    Eigelb mit Senf, Salz und Zucker verrühren. Öl tropfenweise, dann in dünnem Strahl unter ständigem Mixen einarbeiten. Mit Essig oder Zitronensaft abschmecken.

  4. Kartoffeln schneiden: Abgekühlte Kartoffeln in Scheiben oder Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.

  5. Salat mischen: Kartoffeln mit Gurken, Veggie-Pellwurst  vermengen. Die selbstgemachte Mayonnaise vorsichtig unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Kühlen: Den Kartoffelsalat mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, am besten über Nacht.

        Im Kühlschrank gut abgedeckt hält sich der Kartoffelsalat 2–3 Tage. 

Lous schwäbische Maultaschen

Diese Maultaschen sind vegetarisch, kann aber auch mit Fleisch zubereitet werden. 

 (Rezept für ca. 30 Stück, Zubereitungszeit ca.    3 Stunden)


Zutaten

Für den Teig:

  • 600 g Mehl
  • 6 Eier
  • eine Prise Muskatnuss
  • etwas Salz

Für die Füllung:

  • 150 g Semmelbrösel
  • 250 g TK-Spinat
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • ca. 200 g Gemüse (Zwiebel, Lauch, 1–2 Karotten, 50 g Brokkoli oder Blumenkohl, 50 g Erbsen und 50 g Mais)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskat und weitere Gewürze nach Wahl (z. B. Knoblauch oder Paprika)

 Zubereitung

Der Teig:

  1. Den Nudelteig herstellen: Mehl auf eine Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier und Salz (optional etwas Öl) hineingeben. Von innen nach außen langsam vermengen, bis ein Teig entsteht.
  2. Den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und nicht mehr klebrig ist.
  3. In Folie wickeln oder mit einer Schüssel abdecken und etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.

Die Füllung: 

  1. Den Spinat auftauen lassen und anschließend gut ausdrücken.
  2. Die Semmelbrösel mit 150 ml Wasser etwa 15 Minuten einweichen.
  3. Zwiebel und Lauch in einer Pfanne anbraten, bis sie weich sind.
  4. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab oder Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten.
  5. Den Teig dünn zu einem großen Rechteck ausrollen.
  6. Formen: Einen kleinen Löffel Füllung auf ein Teigquadrat (ca. 9 × 9 cm) geben, dabei etwa 0,5 cm Abstand zum Rand lassen. Die Ränder mit Ei bestreichen, ein zweites Teigquadrat darauflegen und gut andrücken. Die Ränder können zusätzlich mit einer Gabel festgedrückt werden.
  7. In leicht siedendem Salzwasser etwa 10–15 Minuten gar ziehen lassen.

Lous schwäbische Maultaschen

Diese Maultaschen sind vegetarisch, kann aber auch mit Fleisch zubereitet werden. 

 (Rezept für ca. 30 Stück, Zubereitungszeit ca.    3 Stunden)


Zutaten

Für den Teig:

  • 600 g Mehl
  • 6 Eier
  • eine Prise Muskatnuss
  • etwas Salz

     

Für die Füllung:

  • 150 g Semmelbrösel
  • 250 g TK-Spinat
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • ca. 200 g Gemüse (Zwiebel, Lauch, 1–2 Karotten, 50 g Brokkoli oder Blumenkohl, 50 g Erbsen und 50 g Mais)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskat und weitere Gewürze nach Wahl (z. B. Knoblauch oder Paprika)

 Zubereitung

Der Teig:

  1. Den Nudelteig herstellen: Mehl auf eine Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier und Salz (optional etwas Öl) hineingeben. Von innen nach außen langsam vermengen, bis ein Teig entsteht.
  2. Den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und nicht mehr klebrig ist.
  3. In Folie wickeln oder mit einer Schüssel abdecken und etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.

Die Füllung: 

  1. Den Spinat auftauen lassen und anschließend gut ausdrücken.
  2. Die Semmelbrösel mit 150 ml Wasser etwa 15 Minuten einweichen.
  3. Zwiebel und Lauch in einer Pfanne anbraten, bis sie weich sind.
  4. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab oder Mixer zu einer homogenen Masse verarbeiten.
  5. Den Teig dünn zu einem großen Rechteck ausrollen.
  6. Formen: Einen kleinen Löffel Füllung auf ein Teigquadrat (ca. 9 × 9 cm) geben, dabei etwa 0,5 cm Abstand zum Rand lassen. Die Ränder mit Ei bestreichen, ein zweites Teigquadrat darauflegen und gut andrücken. Die Ränder können zusätzlich mit einer Gabel festgedrückt werden.
  7. In leicht siedendem Salzwasser etwa 10–15 Minuten gar ziehen lassen.

     

Apollinariias ukrainischer Borschtsch (Борщ)

Dieser Eintopf ist vegetarisch, kann aber auch mit Fleisch zubereitet werden. 

(Rezept für ca. 6 Portionen, Zubereitungszeit ca. 30 min., Koch- und Ziehzeit min. 1 Stunde.)

 Zutaten

  • 3 Stück Rote Bete (mittelgroß)
  • 500 g Kartoffeln
  • 2–3 Stück Zwiebeln
  • 2–3 Stück Karotten
  • ½ Kopf Weißkohl oder 100-200 g Sauerkraut
  • ½ Bund Dill
  • ½ Bund Petersilie
  • 300–400 g Schmand / saure Sahne (zum Servieren)
  • 1 Dose (240–250 g Abtropfgewicht) Rote Bohnen
  • 3–4 EL Tomatenmark
  • 2–2,5 Liter Wasser
  • 1–1½ TL Salz (nach Geschmack)
  • ½ TL Pfeffer (nach Geschmack)
  • 2–3 EL Sonnenblumenöl
  • 1–2 TL Essig
  • 1–2 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Natron (optional)

 Zubereitung

  1. Wasser in einen großen Topf geben und erhitzen.
  2. Zwiebeln fein würfeln, in den Topf geben, salzen & pfeffern.
    Nach dem Aufkochen 1 EL Öl zugeben und 10–15 Min. köcheln lassen.
  3. Kartoffeln würfeln, Karotten in Streifen schneiden (oder reiben) und in den Topf geben.
  4. Rote Bete in Streifen schneiden (oder reiben) und in einer Pfanne mit 1–2 EL Öl anbraten. Aufpassen, Rote Bete färbt stark!
  5. Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Essig, Zitronensaft & Natron zur Bete geben.
    Abdecken und ca. 15–20 Min. schmoren.
  6. Bohnen und geschnittenen Kohl zur Pfanne geben, kurz mitziehen lassen (5 Min.).
  7. Alles in den Topf geben, sanft köcheln lassen.
  8. Fein gehackte Petersilie & Dill unterrühren.
  9. Herd ausschalten und ziehen lassen.
  10. Mit Schmand servieren.

Nurias vegane schweizer Älplermagronen 

Dieses Gericht wird eigentlich mit Fleisch zubereitet. Da Nuria sich selbst vegan ernährt, präsentiert sie uns eine vegane Variation mit Räuchertofu.

(Rezept für ca. 6 Portionen, Zubereitungszeit ca. 30 min.)

 Zutaten

 Für die   Älplermagronen:

  • 300 g Röhrennudeln (z. B. Makkaroni)
  • 250 ml pflanzliche Milch
  • 200 ml pflanzliche Sahne
  • 300 ml Wasser
  • 150 g veganer Streukäse
  • Salz (nach Geschmack)
  • Pfeffer (nach Geschmack)
  • Muskat

  Für den Räuchertofu:

  • 200 g Räuchertofu
  • 1 TL Sojasoße
  • Pflanzenöl zum Braten

  Für die Zwiebeln:

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pflanzenöl zum Braten
  • Salz (nach Geschmack)
  • Pfeffer (nach Geschmack)

  Zum Servieren:
   Apfelmus

 

 Zubereitung

  1. Kartoffeln schälen und klein schneiden. Räuchertofu würfeln. Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.

  2. Pflanzliche Milch, pflanzliche Sahne und Wasser in einen großen Topf geben und gut salzen. Kartoffeln hinzufügen und alles zum Kochen bringen.

  3. Kartoffeln etwa 8 Minuten kochen lassen, dann die Makkaroni dazugeben. Alles zusammen weitere 7–8 Minuten köcheln lassen, bis beides gar ist.

  4. Etwas Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und die Räuchertofu-Würfel 3–4 Minuten scharf anbraten, bis sie gebräunt sind. Sojasoße hinzufügen und knusprig braten, dann aus der Pfanne nehmen.

  5. In derselben Pfanne noch etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Knoblauch hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und kurz anbraten, bis er duftet.

  6. Sobald Kartoffeln und Nudeln gar sind, den veganen Streukäse in den Topf geben und unterrühren, bis er geschmolzen ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

  7. Die Älplermagronen mit dem knusprigen Räuchertofu sowie Zwiebeln und Knoblauch servieren. Dazu Apfelmus reichen.

Meryems kurdische salzige Kekse

Diese Kekse sind vegetarisch.

(Zubereitungszeit ca. 20 min., Backzeit 20-25 min.)

 Zutaten

  • 125 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 1 Teeglas Pflanzenöl
  • 1 getrenntes Ei (Eigelb für oben, Eiweiß in den Teig)
  • 1 Esslöffel Essig (Apfel- oder Traubenessig)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2,5 – 3 Tassen Mehl (nach und nach hinzufügen)
  • Für oben: Eigelb + Sesam/Schwarzkümmel

 Zubereitung

  1. Butter, Pflanzenöl, Eiweiß, Salz, Zucker und Essig gut vermischen.
  2. Backpulver und Mehl nach und nach hinzufügen und einen nicht klebrigen Teig kneten.
  3. Kleine Stücke vom Teig abteilen und formen.
  4. Mit Eigelb bestreichen und Sesam/Schwarzkümmel bestreuen.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 20–25 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind.

Paulines Vegane Butterplätzchen

Die Plätzchen sind vegan.

 (Zubereitungszeit: 90 min., Backzeit 8-10 min.)

 Zutaten

  • 300g Weizenmehl
  • 100g Puderzucker (+ Puderzucker – zum Zuckerguss)
  • 200g vegane Butter oder Margarine
  • gemahlene Bourbon-Vanille
  • 2 Zitronen
  • 1 Prise Salz
  • Lebensmittelfarben/Zuckerfarbe
  • verschiedene Zuckerperlen zum Dekorieren

 Zubereitung

  1. Mehl, Puderzucker, Vanille und Salz in eine große Schüssel sieben.
  2. Gewürfelte vegane Butter hinzufügen und mit Händen oder Küchenmaschine zu Teig verarbeiten. Optional Zitronenabrieb hinzufügen.
  3. Teig zu einem flachen Ball formen, fest in Folie wickeln und ca. 1 Stunde kühlen.
  4. Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen, Backbleche mit Backpapier auslegen.
  5. Arbeitsfläche und Nudelholz leicht mehlen, Teig ca. 0,6 cm dick ausrollen.
  6. Plätzchen ausstechen, auf Backbleche legen, restlichen Teig erneut ausrollen, bis alles aufgebraucht ist.
  7. 8–10 Minuten backen und abkühlen lassen.
  8. Zuckerguss vorbereiten: Puderzucker, Zitronensaft und etwas kochendes Wasser verrühren. Nach Wunsch Lebensmittelfarbe hinzufügen und die Plätzchen damit bestreichen. Anschließend mit Zuckerperlen und Streuseln dekorieren.

Chrissos Kürbissuppe

 Dieses Gericht ist  vegan.

(Rezept für 4 Portionen, Kochzeit ca. 35 min.)

 Zutaten

  • 1,2 kg Hokkaido Kürbis

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 getrocknete Chilischote
  • Currygewürz
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Margarine oder vegane Butter
  • 100ml Orangensaft
  • 800ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)

 Zubereitung

  1.   Den Kürbis längs aufschneiden, die Kerne herauslösen und das Fruchtfleisch grob würfeln. 
  2.  Ingwer, Chilischote sowie Zwiebel fein hacken.
  3.  In einem großen Topf die Butter schmelzen und Kürbiswürfel, Zwiebel und Ingwer etwa 5 Minuten anschwitzen.
  4.  Anschließend Gemüsebrühe, Kokosmilch, Chilischote und Orangensaft hinzufügen, alles zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze rund 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  5. Danach die Suppe glatt pürieren.
     Zum Schluss die Kürbissuppe mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.

 Tipp: Je länger die Chilischote mitkocht, desto schärfer wird die Suppe. 

 Guten Appetit! 

Sarahs Macarona Béchamel

Dieses Gericht ist ein  Fleischgericht, kann  aber auch   vegetarisch zubreitet werden.

(Rezept für 4 Portionen, Kochzeit ca. 60 min.)

 Zutaten

  • 500 g Penne-Nudeln
  • 500 g Rinderhackfleisch (für eine vegetarische Variante das Hackfleisch weglassen oder alternativ Champingons verwenden)
  • 1 große Zwiebel (in Würfel geschnitten)
  • ½ Tasse Tomatensoße (fertig oder frisch)
  • 1 Karotte (in Würfel geschnitten)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika, Zimt, Oregano und Muskatnuss
  • 4 EL Butter
  • 4 EL Mehl
  • 750 ml Milch (optional zusätzlich 1 Tasse Kochsahne)
  • Mozzarella (zum Überbacken)

  Zubereitung

  1. Pasta kochen
    Die Penne in gesalzenem Wasser kochen, abgießen und beiseitestellen.

  2. Hackfleischfüllung zubereiten
    Zwiebel und Karotten anbraten. Das Hackfleisch hinzufügen. Für die vegetarische Variante machst du das Gleiche mit den Champignons. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Zimt und Oregano würzen. Die Tomatensoße hinzugeben und etwa 15 Minuten köcheln lassen.

  3. Béchamelsauce zubereiten
    Butter mit etwas Öl (Oliven- oder Pflanzenöl) schmelzen → Mehl einrühren und 1 Minute unter Rühren anschwitzen → Milch und Sahne langsam unter ständigem Rühren hinzufügen → kochen, bis die Sauce eindickt → mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss (optional) würzen → vom Herd nehmen.

  4. Schichten
    Einen Teil der Béchamelsauce mit der Pasta vermischen.
    In eine Auflaufform schichten: Béchamelsauce → die Hälfte der Pasta → das gekochte Hackfleisch → restliche Pasta → mit der übrigen Béchamelsauce bedecken.
    Mit Mozzarella oder einem Käse nach Wahl bestreuen.

  5. Backen
    Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C ca. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

 Guten Appetit! 

Ann-Christins Kartoffelsalat (nach Omas Rezept)

Dieser Salat ist vegetarisch, kann aber auch mit Fleischwurst hergestellt werden. 

  Für den Salat

  • 1,5 kg festkochende Kartoffeln

  • 1 Glas Cornichons (Mini-Gewürzgurken)

  • 250 g vegetarische oder vegane Pellwurst

  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

  Für die Mayonnaise (ca. 250 ml)

  • 2 Eigelb

  • 1 TL Senf (mittelscharf)

  • 200 ml neutrales Öl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)

  • 1 EL Weißweinessig oder Zitronensaft

  • 1/2 TL Salz

  • 1 Prise Zucker

  Zubereitung

  1. Kartoffeln kochen: Kartoffeln in der Schale in reichlich Salzwasser gar kochen (ca. 20 Minuten, je nach Größe). Abgießen, ausdampfen lassen, pellen und mehrere Stunden abkühlen lassen.

  2. Weitere Zutaten vorbereiten: Gewürzgurken und Zwiebel fein würfeln. Fleischwurst in kleine Würfel schneiden. Erbsen kurz blanchieren.

  3. Mayonnaise herstellen:
    Eigelb mit Senf, Salz und Zucker verrühren. Öl tropfenweise, dann in dünnem Strahl unter ständigem Mixen einarbeiten. Mit Essig oder Zitronensaft abschmecken.

  4. Kartoffeln schneiden: Abgekühlte Kartoffeln in Scheiben oder Würfel schneiden und in eine große Schüssel geben.

  5. Salat mischen: Kartoffeln mit Gurken, Veggie-Pellwurst  vermengen. Die selbstgemachte Mayonnaise vorsichtig unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Kühlen: Den Kartoffelsalat mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, am besten über Nacht.

        Im Kühlschrank gut abgedeckt hält sich der Kartoffelsalat 2–3 Tage. 

Paty’s Wuzetka (Schokoladen-Sahne-Kuchen)

 Dieser Kuchen ist vegetarisch. 

 

Zubereitungszeit: ca. 3   Stunden
Backzeit: ca. 30 Minuten
Kühlzeit: mindestens 6   Stunden
Portionen: Backform 24 × 35 cm – ca. 2500 g Kuchen

 
Zutaten:

  Schokoladenbiskuit

  • 6 große Eier (insgesamt ca. 390 g)

  • 200 g feiner Zucker (ca. 4/5 Tasse)

  • 130 g Weizenmehl (Type 405, ca. 4/5 Tasse)

  • 70 g Kakaopulver (ca. 4 gehäufte EL)

  • 50 ml kaltes Wasser (ca. 1/5 Tasse)

  Tränke

  • 250 ml schwarzer Tee (1 Tasse)

  • 3 EL  Ananassaft

  Schlagsahne

  • 1000 ml Schlagsahne 36 % (2 Packungen à 500 ml)

  • 80 g Puderzucker (ca. 1/2 Tasse)

  • 2 Päckchen Sahnesteif 

  Glasur

  • 150 g Zartbitterschokolade (mind. 60 %)

  • 150 g Schlagsahne 30 % (ca. 1/2 Tasse)

  Weitere Zutaten

  • 250 g Schwarze-Johannisbeer-Marmelade (fast ein Glas)

 

  Zubereitung

  1. Biskuit vorbereiten: Mehl mit Kakao mischen oder sieben.

  2. Eiweiß schlagen: Eiweiß vom Eigelb trennen, eine Prise Salz hinzufügen und steif schlagen.

  3. Zucker einarbeiten: Zucker esslöffelweise zugeben und weiterschlagen, bis eine dichte, glänzende Masse entsteht.

  4. Eigelbe unterrühren: Eigelbe nacheinander hinzufügen. Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

  5. Wasser unterheben: 50 ml Wasser dazugeben und vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.

  6. Mehl-Kakao-Mischung einarbeiten: Trockenmischung vorsichtig unterheben, bis der Teig gleichmäßig ist.

  7. Backen: Teig in die vorbereitete Form (24 × 35 cm, Boden mit Backpapier ausgelegt) füllen und 30 Minuten backen (Stäbchenprobe).

  8. Tränke zubereiten: Tee aufbrühen, abkühlen lassen und mit Ananassaft mischen.

  9. Biskuit abkühlen lassen: Nach dem Backen aus der Form lösen und auf ein Brett stürzen. Papier abziehen.

  10. In zwei Böden schneiden: Den Biskuit quer halbieren, den unteren Boden zurück in die Form legen.

  11. Tränken und Marmelade auftragen: Unteren Boden mit der Hälfte der Tränke beträufeln, Johannisbeermarmelade darauf verteilen.

  12. Sahne vorbereiten: Gut gekühlte Sahne mit Puderzucker aufschlagen, gegen Ende Sahnesteif  unterrühren.

  13. Creme auftragen: 3/4 der Sahne auf die Marmeladenschicht streichen. Restliche Sahne in einen Spritzbeutel geben und kaltstellen.

  14. Zweiten Boden auflegen: Oberen Biskuitboden auf die Sahneschicht legen und mit der restlichen Tränke beträufeln.

  15. Glasur herstellen: Schlagsahne erhitzen, Schokolade darin schmelzen und zu einer glatten Masse verrühren.

  16. Glasur auftragen: Noch warm auf den Kuchen gießen, glattstreichen und kaltstellen, bis die Glasur fest wird.

  17. Verzieren: Mit der zurückbehaltenen Schlagsahne Tupfer aufspritzen und Stücke markieren.

  18. Kühlen: Den Kuchen mindestens 5 Stunden (besser über Nacht) im Kühlschrank durchziehen lassen.

  19. Probieren und genießen!

Kochen um die Welt - ein kulinarischer Reisebericht von Nuria

Für jemanden, der es liebt zu reisen und neue Abenteuer zu verfolgen, ist das Kochen und Probieren von Gerichten, die ich mit einem bestimmten Land verbinde, zu meiner Art geworden, Erinnerungen zu bewahren – lange nachdem der Koffer ausgepackt ist. In nur 19 Jahren hatte ich das Glück, viele Teile der Welt zu bereisen und eine große Vielfalt an Küchen kennenzulernen. In diesem Artikel möchte ich einige der Orte teilen, die mich am meisten geprägt haben – und die Geschmäcker, Menschen und Momente, die ich mit ihnen verbinde.

Schweiz – Die Jahreszeit, die in einem Karton kam
Der erste Geschmack, den ich klar mit einem bestimmten Ort verbinde, beginnt nicht mit einem Teller. Er beginnt mit einer Jahreszeit.

In der kleinen Schweizer Stadt, in der ich den Großteil meiner Kindheit verbracht habe, hatte der Herbst eine ganz eigene Persönlichkeit. Die Luft wurde beinahe über Nacht schärfer. Die Morgen trugen einen leichten Nebel in sich. Die Blätter wechselten von Grün zu Kupfer, von Kupfer zu tiefem Rot, bis die Gehwege in Farben getaucht waren. Selbst als Kind spürte ich, dass sich etwas veränderte. Und doch folgten diese Herbstnachmittage immer einer bestimmten Abfolge.

Jeden Nachmittag holte meine Mutter mich aus der Kita ab. Noch bevor wir überhaupt daran dachten, nach Hause zu gehen, hielten wir unter dem alten Kastanienbaum neben dem Gebäude an. Ich nahm meine Rolle als Sammlerin sehr ernst, prüfte jede Kastanie auf Glanz und Größe, fest entschlossen, die perfekte zu finden. Meine Taschen wurden schwerer – und mein Lächeln größer.

Sobald wir mehr gesammelt hatten, als wir tragen konnten, gingen wir ins Dorfzentrum. Der erste Halt war der Spielplatz. „Fünf Minuten noch, Mama“, verhandelte ich – oft genug wiederholt, sodass aus fünf meist fünfzehn wurden.

Erst wenn die Geduld meiner Mutter vollständig aufgebraucht war, gingen wir weiter zum kleinen Dorfladen.

Doch bevor wir zum Regal mit unserem Schatz gingen, machten wir Halt beim Metzger, um meine frische Scheibe Salami abzuholen, die mir mit einem wissenden Lächeln überreicht wurde.

Und schließlich zur Pastaabteilung. Suchende Blicke wanderten durch die Reihen – bis schließlich … Kürbisravioli. Ein Zeichen, verlässlicher als jeder Kalender, dass der Herbst wirklich angekommen war.

Zu Hause füllte sich die Küche langsam mit einem warmen, beruhigenden Duft – leicht süß, sanft gewürzt, unverkennbar herbstlich. Die Ravioli brauchten nur wenige Minuten im kochenden Wasser. Mit Olivenöl, frisch geriebenem Parmesan und Kräutern verfeinert, waren sie zart und seidig. Der dünne Teig gab einer weichen Kürbisfüllung nach – leicht süß, dezent nussig, so weich, dass sie auf der Zunge zu schmelzen schien.

Diese Nachmittage fühlten sich endlos an. Und vielleicht ist es genau deshalb, dass der Geschmack von Kürbis für mich bis heute mehr ist als nur ein Aroma.

Nicht weit entfernt von diesen Herbstmomenten lagen die Skitage im Winter. Und so wie Kürbis den Beginn der kalten Monate markierte, war Germknödel die Belohnung nach Stunden im Schnee. Die warme, weiche Wolke aus leicht süßem Hefeteig, gefüllt mit dunkler, leicht säuerlicher Pflaumenmarmelade, ist ein klassisches Hütten-Dessert. Serviert dampfend heiß, übergossen mit geschmolzener Butter, bestreut mit Mohn und Puderzucker und begleitet von Vanillesoße – gleichzeitig üppig und tröstlich. Mein Bruder und ich bestellten während Skiurlauben fast täglich einen, egal in welcher Hütte wir einkehrten. Bis heute vergeht keine Skireise ohne dieses himmlische Ritual.

Namibia & Kenia – Geschmäcker der Wüste
Mein erstes Abenteuer auf einem anderen Kontinent war Afrika. Der Wechsel von vertrauten Schweizer Bergen zu endlosen Wüsten und Straßen ins Nirgendwo fühlte sich gewaltig an. Wenn die Schweiz nach Routine und Jahreszeiten schmeckte, dann schmeckten Namibia und Kenia nach Intensität, Hitze, Sand und Rauch.

Ich erinnere mich, wie ich eine riesige Düne hinunterrollte und lachte – bis ich bemerkte, dass der Sand überall war, sogar in meinem Mund. Der trockene, fast metallische Geschmack blieb hartnäckig zwischen meinen Zähnen – ein Geschmack, den ich nie vergessen werde.

Merkwürdigerweise tauchte ein Hauch dieser Erdigkeit später wieder auf – diesmal in deutlich angenehmerer Form. Gegrilltes Oryxfleisch, über offenem Feuer zubereitet, trug eine ähnliche mineralische Tiefe, jedoch ohne den knirschenden Sand. Mager, leicht wild und intensiv herzhaft – es brauchte nichts außer Feuer und Salz. Ich pendelte ständig zwischen Grill und Tisch, fasziniert von dieser ursprünglichen, unverfälschten Art des Geschmacks.

Afrika war das erste Mal, dass ich verstand, dass Essen wild und ungezähmt sein kann – reduziert auf das Wesentliche.

Dubai – Ein Land, tausend Gerichte
Der Umzug nach Dubai hat meine Welt mehr erweitert als jede Reise zuvor. Wenn Afrika von Landschaft geprägt war, dann war Dubai geprägt von Menschen – und durch sie von Küchen aus aller Welt.

Anfangs war ich ein klassischer „picky eater“ und bestellte selbst in traditionellen Restaurants Pasta oder Pommes. Doch meine internationalen Freunde öffneten mir nach und nach ihre Welten durch Essen. Eine koreanische Freundin brachte mir den Umgang mit Stäbchen bei und zeigte mir versteckte Sushi-Spots. Eine niederländische Freundin zeigte mir die einfache Perfektion von warmem Toast mit kalter Butter und Schokostreuseln. Eine Freundin aus dem Sudan machte mich mit Ful Medames vertraut – langsam gekochte Bohnen – und Kisra, einem weichen, leicht säuerlichen Fladenbrot.

Als Familie verliebten wir uns in die Küche des Nahen Ostens: knusprige Falafel, cremiger Hummus, frischer Taboulé, rauchiger Baba Ganoush und Couscous mit süß-sauren Noten.

Besonders liebten wir es, auf der Dachterrasse des Restaurants „Bab al Shams“ zu essen. Während die Sonne hinter der Wüste unterging und den Himmel in Gold- und Rosatöne tauchte, schien sich jeder Geschmack zu intensivieren – als würde das Abendessen zwischen Tag und Nacht schweben. Diese Abende bleiben für mich unvergesslich.

Und doch war es nicht das Restaurantessen, das Dubai für mich am meisten prägte, sondern etwas viel Näheres: die Datteln von unserer eigenen Dattelpalme. Jeden Herbst ernteten wir Hunderte – klebrig, karamellartig, fast honigsüß. Sie fanden ihren Weg in alles: Porridge, Salate, Pfannkuchen oder einfach als Snack.

Als wir nach Deutschland zurückzogen, fiel mir der Abschied von dieser Palme überraschend schwer. Zum Glück fanden wir später einen mediterranen Supermarkt, der meine geliebten Medjool-Datteln verkauft – ein Stück Dubai in der neuen Heimat.

Spanien – Von Tapas zu Paella
Bei unserem ersten Spanienbesuch entdeckten wir zufällig mein Lieblingsrestaurant. Die Auswahl an Tapas war endlos: karamellisierter Camembert, Pimientos de Padrón, Patatas Bravas, Kroketten und Datteln im Speckmantel. Und dann diese heiße Schokolade – so dick, dass man sie eher löffelte als trank.

Später, bei einem weiteren Besuch, suchten wir gezielt nach Paella in all ihren Variationen – safranduftender Reis mit Meeresfrüchten oder Gemüse. Tief herzhaft und unverkennbar spanisch.

Bali – Wenn Geschmack sich gegen dich wendet
Leider verbinde ich Bali untrennbar mit Krankheit. Nach einem fragwürdigen Reiskuchen am ersten Tag verbrachte ich einen Großteil der Reise krank im Bett. Viele der eigentlich wunderbaren Aromen – Currys, Kokos, Kräuter – verbinde ich seither mit diesem Gefühl.

Doch auch das war lehrreich: Ohne das Bittere erkennt man das Süße nicht so klar.

Mykonos – Salz, Sand und Einfachheit
Griechenland, besonders Mykonos, ist eine dieser süßen Erinnerungen. Weiße Häuser, enge Gassen, Salz in der Luft.

Mein Lieblingsessen dort war ganz schlicht: Tzatziki, warmes Pita, gegrilltes Gemüse, Feta und Souvlaki. Alles ehrlich, einfach und perfekt zubereitet.

Dort wurde mir klar: Die schönsten Erinnerungen entstehen nicht im Stress, sondern in ruhigen Momenten.

Vietnam – Aus jemand anderem Zuhause
Durch die Freundin meines Bruders entdeckte ich vietnamesisches Essen. Besonders Phở überraschte mich – eine Suppe, die gleichzeitig leicht und tief aromatisch ist.

Im Kontrast dazu stehen Sommerrollen – frisch, leicht und voller Leben.

Doch am meisten bedeutet mir das gemeinsame Kochen: ruhig, eingespielt, ohne Eile.

Eine Schüssel von allem
Eine meiner liebsten Erinnerungen entstand in Deutschland mit meiner besten Freundin. Wir kombinierten Zutaten aus aller Welt zu unserer eigenen „Comfort Bowl“. Chaotisch, aber perfekt.

Jeder Bissen erinnerte an einen anderen Ort.

Alles nach Hause bringen
Für mich ist Essen untrennbar mit Reisen verbunden. Auch heute noch lösen Gerichte Erinnerungen und Gespräche aus.

Da ich inzwischen vegan lebe, kann ich viele dieser Speisen nicht mehr im Original genießen. Doch sie neu zu interpretieren, bedeutet nicht Verlust – sondern Weiterentwicklung.

Am Ende habe ich gelernt: Man braucht keinen Ort, um sich mit ihm verbunden zu fühlen. Ein Geschmack genügt.

Essen ist nichts, das man sich verdienen muss – sondern etwas, das man teilt.

Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis: Dass das Leben, wie die besten Mahlzeiten, nicht kompliziert sein muss, um bedeutungsvoll zu sein. Es verlangt nur, dass wir innehalten, präsent sind – und es wirklich schmecken.

Kochevent #3: In der Winterbäckerei mit kulturgrenzenlos e.V.

Im Dezember haben wir es uns richtig gemütlich gemacht und gemeinsam unser jährliches Winterfest gefeiert. Dieses Jahr mit einem ganz besonderen Highlight: einer Winter-Backaktion von CoCo – Cooking Connects.

Wenn man an den Winter denkt, tauchen sofort viele Kindheitserinnerungen auf – der Duft von frisch gebackenen Keksen, warme Getränke, Lichter und Zeit füreinander. Genau dieses Gefühl war auch das Oberthema unserer passenden CoCo-Videopodcast-Folge, die kurz vor Weihnachten erschienen ist. In der Folge „In der Winterbäckerei“ sprechen Meryem und Pauline über Wintergefühle, Erinnerungen aus der eigenen Kindheit und darüber, wie sie diese besondere Zeit heute mit ihren eigenen Kindern erleben.

Am 07.12. wurde diese Winterbäckerei dann live erlebbar – gemeinsam mit euch!
Mit warmem Kakao und Punsch, winterlicher Dekoration und gemütlichem Licht haben wir einen einladenden Raum für Begegnung und Miteinander geschaffen.

Meryem und Pauline brachten an diesem Tag typische kurdische und deutsche Rezepte mit, die wir gemeinsam nachbacken konnten. So wurde nicht nur gebacken, sondern auch geteilt, gelacht und Gemeinschaft erlebt. 55 Menschen – Erwachsene und Kinder – machten begeistert mit und backten kurdische salzige Kekse mit Schwarzkümmel sowie vegane Butterplätzchen. Anschließend wurde fleißig dekoriert – und viele Kekse landeten noch ganz frisch und heiß direkt aus dem Ofen im Mund. 

Unsere Räumlichkeiten waren bis auf den letzten Platz gefüllt, und es hat uns sehr gefreut zu sehen, wie lebendig der Austausch war: Gespräche beim Teigkneten, gemeinsames Lachen beim Ausstechen der Kekse und viele kleine Begegnungen, die den Raum mit Wärme gefüllt haben.

Zum Abschluss wurde getanzt – international und voller Freude. Gemeinsam haben wir jemenitische und kurdische Tänze getanzt. Es gab viel Spaß, Lachen und echte Begegnung.

Ein Winterfest, das gezeigt hat: Gemeinschaft schmeckt am besten, wenn sie geteilt wird!

Kochevent #2 - Comfort Food, Lachen und internationale Köstlichkeiten

Am 21.11.2025 war es endlich wieder soweit: Der 2. CoCo-Kochabend! Und ich kann ehrlich sagen, dass es ein wunderschöner Abend war!

Als Sarah und ich, das Cooking Couple des Abends, um 17 Uhr ankamen, war der Raum noch fast leer. Erstmal tief durchatmen… nur wir zwei. Ein bisschen Nervosität machte sich breit und ich glaube, wir beide hatten kurz das Gefühl, dass wir uns mit unseren Gerichten allein ins Abenteuer stürzen würden.
Aber dann kamen die Leute doch und nach und nach war der Raum voll von Lachen, Gesprächen und neugierigen Blicken auf die Zutaten, die wir gemeinsam füllten.

Für mich war es ein besonderer Moment, mein Comfort Food mit allen zu teilen: meine Kürbissuppe. Schon als Kind war sie für mich das perfekte „Warm-ums-Herz-Essen“, und bis heute koche ich sie genau so. Mit einer kleinen extra Portion Chili, damit es schön warm und ein bisschen feurig wird. Ich liebe es, dass diese kleine Tradition jetzt auch andere glücklich gemacht hat – es war einfach toll zu sehen, wie die Suppe schmeckte, und dass so viele Menschen Freude daran hatten.

Die Stimmung im Raum war richtig gut. Es waren 15 Menschen aus aller Welt da, bunt gemischt und alle sofort aufgeschlossen und interessiert. Es wurde geschnippelt, gelacht, Tipps wurden weitergegeben, und zwischendurch hörte man immer wieder kleine Anekdoten aus den Küchen und Kulturen der anderen. Ich habe von Sarah und anderen Teilnehmenden so viel über arabische Küche gelernt und will unbedingt auch die Macarona Bechamel nachkochen! Es war fast, als hätten wir schon seit Jahren zusammen gekocht, so  locker lief alles ab. 

Einige Teilnehmende zeigten sogar Lust, selbst einmal Teil eines Cooking Couples zu werden – das hat mich total gefreut!

Am Ende des Abends bin ich ganz beschwingt nach Hause gegangen und freute mich über die gute Stimmung .Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten CoCo-Kochabend!

Im Video-Podcast „CoCo-Cooking Connects“ spricht Chrisso mit Sarah über sein liebstes Comfort Food und teilt die Geschichte über seine Kürbissuppe. 

Eine lustige Geschichte zu Macarona Béchamel

  – von Sarah

Als wir Kinder waren, schlichen meine Geschwister und ich oft in die Küche und tauchten Nudelstücke in die Béchamelsauce, wenn meine Mutter gerade nicht hinsah. Irgendwann merkte sie (beim Zusammensetzen des Gerichts), dass die Sauce immer weniger war, als sie eigentlich zubereitet hatte. Also begann sie absichtlich mehr Béchamel zu machen, damit wir sie genießen konnten. Damals bereitete sie die Béchamelsauce dicker zu und vollendete sie immer auf traditionelle Weise, indem sie ein Ei hineinschlug.

Auch wenn sich die Zubereitung des Gerichts im Laufe der Zeit etwas verändert hat und neue Zutaten hinzugekommen sind, mache ich es im Grunde immer noch genauso: Wenn es bei mir Macaroni Béchamel zum Abendessen gibt, stelle ich mir eine Portion in einer Schüssel beiseite, um sie genauso zu genießen wie damals als Kind.

Dieses Gericht ist zu unserem absoluten Lieblingsessen geworden, und wir bereiten es bis heute immer für Familienfeiern und besondere Anlässe zu – nicht nur bei uns, sondern auch bei den meisten Ägyptern. 

Im Video-Podcast ‚CoCo-Cooking Connects‘ sprechen Chrisso und Sarah über ihr liebstes Comfort Food.

W-Zetka: Ein polnischer Kuchen mit Geschichte

Ein Beitrag von Paty

Eine würdige, kakaobraune Biskuitdame mit süßer Creme, einer Schicht Marmelade, glänzender Schokoladenglasur und einer Sahnerosette obendrauf – das ist die W-Zetka (Wuzetka), einer der bekanntesten Kuchen der Volksrepublik Polen. Sie kam Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre in Warschaus Konditoreien auf den Tisch. Ihr Name verweist wahrscheinlich auf die Ost-West-Trasse (Trasa Wschód-Zachód, Trasa W-Z), eine der ersten großen Straßen, die nach dem Krieg gebaut wurde. Die neue Straße symbolisierte das Wiedererwachen der Stadt – und die W-Zetka wurde das süße Zeichen dieses Neuanfangs.

Schon bald war die W-Zetka nicht nur in Warschau beliebt, sondern im ganzen Land – auf Partys, Familienfeiern und alltäglichen polnischen Tischen. Rezepte erschienen in Zeitungen, und viele Hausfrauen backten den Kuchen selbst. Schnell verbreitete sich das Rezept auch mündlich. „Als ich jung war, kam eine Frau vom Landfrauenverein in unser Dorf. Zusammen mit anderen Frauen lernten wir neue Rezepte – darunter die Wuzetka“, erzählt meine Großmutter.

Die Nachkriegszeit und die 1980er Jahre waren oft Zeiten der Knappheit. Lebensmittelkarten bestimmten den Einkauf von Fleisch, Butter, Milch, Mehl oder Zucker. Auch Waschmittel, Kleidung oder Benzin waren streng geregelt. Oft blieben die Regale trotz Coupons leer, und wenn es etwas gab, musste man stundenlang anstehen. Die Versorgung war schlecht, manchmal dramatisch; Verkäufer hoben die ‚bessere‘ Ware für ihre Bekannten auf, und Tauschhandel unter Freunden war Alltag, um die benötigten Waren zu bekommen.

„Früher, wenn es überhaupt Kuchen im Laden gab, war die Auswahl meist klein: Käsekuchen, Apfelkuchen und W-Zetka. Unter allen sah die Wuzetka am schönsten aus und wurde wie eine Delikatesse behandelt. Besonders als Lebensmittel rationiert waren und Schokolade kaum zu bekommen war, wurde die Wuzetka zum Schokoladenersatz. Gute Sahne war teuer, deshalb war die W-Zetka ein Symbol für Exklusivität“, erinnert sich die Mutter meiner Freundin.

Der Kuchen wurde sehr beliebt und gehörte zu fast jeder Familienfeier. Er stand in der Mitte des Tisches, neben Käsekuchen, zwischen Galareta (Fleisch in erstarrter Brühe), Gołąbki (mit Fleisch und Reis gefüllte Kohlrouladen) und Bigos (lange geschmorter Krauttopf mit Fleisch) sowie Heringen in Essig. Sie krönte jedes Fest als „etwas Süßes zum Schluss“ – besonders, wenn es dazu Kaffee gab, der ebenfalls zeitweise schwer zu bekommen war.

Neben Aussehen und Geschmack hat die W-Zetka einen weiteren Vorteil: Sie ist einfach zuzubereiten, benötigt aber Zeit zum Durchkühlen.„Ich backe die Wuzetka sehr gern. Mit einem guten Rezept gelingt sie immer, schmeckt super und macht Eindruck auf dem Tisch! Ich serviere sie zu allen Anlässen, besonders zu Namenstagen, und meine Gäste lieben sie“, sagt meine Freundin.

Auch wenn sich Polen seit diesen Zeiten sehr verändert hat, eines bleibt unverändert – die Sentimentalität gegenüber einem Kuchen, der zum Symbol häuslicher Wärme, familiärer Begegnungen und der süßen Alltagsmomente einer vergangenen Epoche wurde. Die W-Zetka verbindet noch immer die Generationen – so wie sie einst ganze Familien am Tisch zusammenbrachte.

Der Kartoffelsalat meiner Oma. Eine Familiengeschichte.

– von Ann-Christin 

Seit ich mich erinnern kann, war meine Oma die Köchin im Haus. Ich komme aus einem Haushalt, in dem die Familienmitglieder alle selbstständig gearbeitet haben: Mein Vater und mein Großvater gingen morgens immer in die Gärtnerei, die an unser Haus angrenzt, meine Mutter arbeitete im Blumenladen nebenan, in dem auch meine Oma oft aushalf. 

Hauptsächlich verbinde ich sie aber mit ihrer Küche. Vor meinem inneren Auge sehe ich den ockergelben Fliesenboden, die weißen Schränke und die Herdplatte, die auch schon bessere Tage gesehen hat. Meine Oma selbst trägt beim Kochen immer ihre blau-gemusterte Schürze, die ihr ihre Tante vor vielen Jahren genäht hat, als sie selbst noch jung war. 

Meine Oma war eine fleißige Köchin und Bäckerin. Ich weiß gar nicht, ob sie das wirklich gern gemacht oder nur aus Pflichtgefühl so viel in der Küche stand.
Jeden Tag buk sie einen Kuchen, mal Zitronen-, mal mit Schokoguss. Der wurde dann nachmittags von den Gärtnern zum Kaffee und Kuchen gegessen. Manchmal hatte der Kuchen auch bunte Schokolinsen auf dem Guss, die meine Schwester gerne als Erstes abpulte und aß. 

Auch Mittags kochte meine Oma für uns alle. Wenn ich nach der Schule nach Hause kam, roch der ganze Raum nach deftigen Essen: Gulasch, Geschnetzeltes, viel braune Soße – und natürlich Kartoffeln. 

Kartoffeln gab es wirklich zu jedem Mittagessen dazu. Manchmal, wenn es schnell gehen musste, gab es auch einfach nur Kartoffeln mit Butter. Ich habe das Gefühl, dass es deutscher eigentlich nicht geht :-D 

Aber mein Highlight war, wenn meine Oma Bratwürstchen gegrillt hat. Auf der Terrasse stand immer ein kleiner Elektro-Grill, worauf sie die Bratwürste aufreihte und garte. Dazu gab es immer eins: Kartoffelsalat.

Um den Kartoffelsalat meiner Oma vorzubereiten, wurde die ganze Familie mit eingespannt und hat geholfen. Manchmal hatten wir eigene Kartoffeln aus der Gärtnerei, die erst geerntet werden mussten. Meistens musste ich aber die Kartoffeln aus dem Keller holen, wo sie meine Oma in einer pinken Wanne aufbewahrte. Die wurden dann erst einmal am Vortag gekocht. Einen Tag später bekam mein Opa die Aufgabe, die schon gegarten Kartoffeln zu pellen. Ich sehe ihn noch heute vor mir, wie er mit dem alten kleinen Küchenmesser mit Holzgriff und einem Handtuch auf den Knien vor dem Fernseher saß und die kleinen runden Kartoffeln von ihrer Schale befreite. 

In der Zeit bereitete meine Oma die Mayonnaise vor. Dafür nahm sie den Pürierstab und pürierte ein Ei, ich durfte nebenbei gaaaanz vorsichtig das Öl reintröpfeln lassen, sodass es irgendwann zu einer weiß-gelben Masse wurde. Die wurde dann mit Senf, Salz, Pfeffer und etwas Wasser aus einem Gurkenglas abgeschmeckt. 

Die Kartoffeln und die Gurken wurden in Scheiben geschnitten, außerdem wurde noch orangene Pellwurst in Würfel geschnitten und hinzugegeben. Mehr Zutaten gab es dann gar nicht. Kartoffeln, Gurken und Wurst wurden vermengt, darüber wurde dann die Mayonnaise gegeben. 

Der Kartoffelsalat wurde dann – zusammen mit einer fertig gegrillten Bratwurst, auf den Mittagstisch gestellt. Ich habe sie dann immer gerne mit Ketchup gegessen (mein Geheimtipp: Am besten schmeckt es mit Curry-Gewürzketchup! :-D) 

Als ich älter wurde und ausgezogen bin, habe ich den Kartoffelsalat nicht mehr so oft gegessen. Besonders die Herstellung der Mayonnaise finde ich herausfordernd! Trotzdem mache ich ihn noch manchmal, wenn ich auf einer Party eingeladen bin. Und trotzdem bekomme ich ihn einfach nicht so perfekt hin, wie meine Oma! Aber wer kommt schon an die Kochkünste seiner Oma heran? 

Das erste CoCo-Kochevent

Typisches Party-Essen aus Deutschland und Polen

Am 15.08.2025 fand unser erstes Kochevent von unserem neuen Event CoCo – Cooking Connects statt. Zusammen backten wir die polnische Schoko-Sahne-Torte Wuzetka und den deutschen Klassiker: der Kartoffelsalat.  🌍✨

Trotz des sonnigen Wetters haben neun Teilnehmende aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt den Weg zu uns gefunden. Viele sind über unsere Einladung auf Instagram aufmerksam geworden, und eine Person hat sich sogar so wohlgefühlt, dass sie nach dem Tandem-Workshop einfach geblieben ist. Das hat uns besonders gefreut! 🫶🏻

Zu Beginn haben wir uns und unser Projekt vorgestellt, sodass alle einen Eindruck davon bekommen konnten, worum es uns geht: Menschen zusammenzubringen, Kulturen zu verbinden und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Danach ging es direkt ans Eingemachte – oder besser gesagt ans Schneiden, Rühren und Backen.

Für die Zubereitung haben wir zwei Kleingruppen gebildet:
🥔 Kartoffelsalat-Team: Gemeinsam mit einer Gruppe durfte Ann-Christin einen klassischen Kartoffelsalat nach Rezept ihrer Oma zubereiten.
🍫 Wuzetka-Team: Parallel dazu hat Paty mit den anderen Teilnehmenden die polnische Spezialität Wuzetka, eine Schokoladen-Sahnetorte, gezaubert.

Alle waren mit ihren Aufgaben beschäftigt: Kartoffeln schälen, Gürkchen schnippeln, Sahne schlagen, Eigelb und Eiweiß trennen… und zwischen den Arbeitsschritten konnten die Teilnehmenden auch die Gruppen wechseln. So gab es viele Gelegenheiten, sich gegenseitig kennenzulernen und unterschiedliche Aufgaben auszuprobieren.

Nachdem alles fertig war, kam der schönste Teil des Abends: Wir haben uns an den großen Tisch gesetzt, das Gekochte und Gebackene gemeinsam probiert und uns über typische Party-Gerichte aus unseren Heimatländern ausgetauscht. Dieser Moment hat noch einmal deutlich gemacht, wie Essen als verbindendes Element wirken kann.

Es war spannend zu hören, welche Gerichte für andere Menschen selbstverständlich auf einer Feier dazugehören – von traditionellen Snacks bis hin zu regionalen Klassikern. Dabei wurde viel gelacht, verglichen und gestaunt.

Unser erstes Event war mehr als nur ein gemeinsames Kochen. Es war ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft. Wir haben nicht nur leckere Speisen auf den Tisch gebracht, sondern auch viele neue Kontakte geknüpft und einen Raum geschaffen, in dem sich Menschen aus verschiedenen Kulturen begegnen konnten.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Veranstaltungen – und sind gespannt, welche Rezepte, Geschichten und Begegnungen uns dann erwarten werden. 🥰🫶🏻

Ann-Christin

  • Rolle im Projekt:
    Projektkoordinatorin im Projekt „CoCo – Cooking Connects“
  • Was motiviert dich, bei uns mitzuarbeiten?

    Mir macht besonders die Arbeit mit Menschen Spaß. Die Idee eines Begegnungsprojekts, bei dem Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinandertreffen finde ich besonders wichtig, um Vorurteile abzubauen und dazu beizutragen, gemeinsam eine offene, bunte Gesellschaft zu gestalten, in der sich jede Person willkommen fühlt. Insbesondere im momentanen gesellschaftspolitischen Klima ist es mir wichtig, mich für ein diverses und friedliches Miteinander einzusetzen.

  • Was bedeutet dir interkultureller Austausch?

    Interkultureller Austausch bedeutet für mich, sich zu trauen, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, offen auf Menschen und ihre Lebenswelten zuzugehen und neue Perspektiven einzunehmen.

  • Ein Fun Fact über dich:
    Meine kleine Mopshündin Lilly wird euch evtl. auch im Büro oder bei gemeinsamen Projekten über den Weg laufen. 

Frage an Ann-Christin per E-Mail →