Mehmet und Dominika treffen sich gerne zum Spazieren gehen an der Kiellinie, in einem der vielen Cafés zum Kaffee trinken oder um gemeinsam eine Radtour zu machen. “Ich finde es immer super spannend, wenn wir uns über unsere Kulturen austauschen. Ich frage Mehmet dann, wie er aufgewachsen ist und inwiefern seine Religion ihn prägt.” Aber auch an den kulturgrenzenlos-Ausflug zum Indoor-Minigolf in Hamburg erinnern sie sich gerne: “Ich finde es toll, so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Kulturen zu sehen. Und wenn dann auch noch Kinder dabei sind, ist es einfach nur schön”, erzählt Dominika, die in Kiel eine Erzieher*innen-Ausbildung macht und in einer Krippe mit Babys und Kleinkindern arbeitet.
Mehmets Ziel ist es, nach seinen Deutschkursen Informatik zu studieren. In der Türkei hat er bereits ein Studium in Elektrowissenschaften begonnen. “Ich finde es interessant andere Perspektiven kennenzulernen.”, erzählt Mehmet, “Erst war natürlich alles neu für mich. Die Unterschiede zwischen Europa und dem Nahen Osten sind groß, aber ich habe vorher viel darüber gelesen. Dominika hat mich dabei unterstützt, Deutsch zu sprechen und akzeptiert mich einfach so, wie ich bin. Darüber bin ich sehr dankbar.”
Mir macht besonders die Arbeit mit Menschen Spaß. Die Idee eines Begegnungsprojekts, bei dem Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinandertreffen finde ich besonders wichtig, um Vorurteile abzubauen und dazu beizutragen, gemeinsam eine offene, bunte Gesellschaft zu gestalten, in der sich jede Person willkommen fühlt. Insbesondere im momentanen gesellschaftspolitischen Klima ist es mir wichtig, mich für ein diverses und friedliches Miteinander einzusetzen.
Interkultureller Austausch bedeutet für mich, sich zu trauen, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, offen auf Menschen und ihre Lebenswelten zuzugehen und neue Perspektiven einzunehmen.
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